Möhlin

«Das Tor zu Gott ist nicht verschlossen – Please, go on!»

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(Astrid Pfoster) Am Sonntag, den 5. November 2017 feierte die reformierte Kirche Möhlin einen ganz speziellen Gottesdienst: Das Reformationsfest, das den Höhepunkt des diesjährigen Jubiläumsjahres zu «500 Jahre Reformation» darstellte. Ganz im Sinne der Ökumene waren zu diesem Festgottesdienst auch die beiden Schwestergemeinden eingeladen.

Bereits während des ganzen Jahres konnte man immer wieder Angebote zu «500 Jahre Reformation» besuchen, und am heutigen Sonntag gab es mit einem Festgottesdienst zum Reformationsfest den Schlusspunkt der Veranstaltungen. Der reformierte Kirchenchor unter Leitung von Nicola Cumer und Christa Helfenberger an der Orgel umrahmte den Gottesdienst mit einer eigens für diesen Anlass komponierten Reformationsliturgie. Pfrn. Claudia Speiser hatte sich mit den Konfirmandinnen und Konfirmanden im Vorfeld des Gottesdienstes viele Gedanken gemacht zur Frage: «Was genau ist eigentlich Reformation?» Das Ergebnis war eine Darbietung in Form eines gespielten Interviews, in denen Personen zu ihren Ansichten zur Kirche und ihrem reformierten Glauben befragt wurden. Ausserdem wurden zwei kurzweiligen Stop-Motion-Filmen präsentiert, die erklärten, wie es zum Anschlag der 95 Thesen durch Martin Luther gekommen war. Die Filme waren das Ergebnis eines Religionskurses unter Leitung von Katechetin Susanne Hirte.

In der Predigt über Psalm 103 war es Pfrn. Christiane Bitterli vor allem wichtig, dass Gott uns mit Gnade und Barmherzigkeit krönt, und dass das Tor zu Gott niemals verschlossen ist – egal, was die Menschen behaupten. Symbolisch wurde das extra für diesen Gottesdienst hergestellte Doppeltor geöffnet, um der Gemeinde zu zeigen, dass die Reformation nicht stillsteht, sondern immer noch im Fluss ist, und dass die einzelnen Glaubensgemeinschaften die Möglichkeit haben, durch das Tor aufeinander zuzugehen und miteinander den Weg fortzusetzen. Dies ganz nach dem Motto «Please, go on!»

Beide Schwestergemeinden waren zu diesem Gottesdienst eingeladen worden und brachten ihre Glückwünsche in Form verschiedener Gedanken zur Reformation dar. Am Ende dieser Beiträge stand das wohl stärkste Bild des ganzen Gottesdienstes: Zwischen den geöffneten Türen standen – geeint im Glauben – alle vier Pfarrpersonen nebeneinander und stärkten sich gegenseitig in der Umarmung! Das ist gelebte Ökumene – please, go on!

Das gemeinsam gefeierte Abendmahl unterstrich den ökumenischen Gedanken nochmals, und mit einem gemeinsam gesprochenen Segen endete der festliche Gottesdienst.

Anschliessend an den Gottesdienst wurde im Saal der Kirchgemeinde weiter gefeiert: Jugendliche des Projektunterrichts hatten eine feine Minestrone gekocht und währschafte Wähen gebacken. Ergänzt wurde das ganze durch ein Kuchenbuffet, das keine Wünsche offenliess. Vielen Dank an alle, die dazu beigetragen haben, diesen Tag zu etwas Besonderem zu machen! Please, go on!

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