Im Geschäftsjahr 2013 erzielte das im ambulanten Bereich tätige MZB mit 3676 Eingriffen einen Gesamtertrag von 8,4 Mio. Franken und einen Gewinn von 32‘599 Franken. Zum ersten Mal kamen auch die Dienstleistungen für die Ärztegemeinschaftspraxis im neuen Haus der Medizin zum Tragen.

Die 283 in der Mehrzweckhalle der Kaserne Brugg erschienenen Aktionärinnen und Aktionäre, welche 1792 der insgesamt 3000 Aktien halten, wurden vom Verwaltungsrat und von der Geschäftsleitung über die Tätigkeit im vergangenen Jahr orientiert. VR-Präsident Otto H. Suhner hielt zusätzlich Rückblick auf die Vorgeschichte und Entwicklung des 2005 aus dem gemäss damaligem Entscheid des Grossen Rates geschlossenen Bezirksspital hervorgegangenen Medizinischen Zentrums Brugg. In den achteinhalb Jahren seines Betriebes hat sich das heute mit verschiedenen Partnern wie zum Beispiel dem Kantonsspital Baden zusammenarbeitende MZB als anerkannter „Player“ im ambulanten Sektor etabliert und sein Leistungsspektrum laufend ausgebaut. Nun sind weitere Investitionen in die Infrastruktur fällig. Die Patienten bleiben bis zu einem Tag und in Ausnahmefällen auch während einer Nacht in der Obhut der auf Qualität und Freundlichkeit ausgerichteten „Klinik mit Herz“. Obwohl die Betriebsbewilligung für die Führung als Spital vorliegt, wird im Moment auf die Aufnahme in die kantonale Spitalliste verzichtet, einerseits aus terminlichen und andererseits aus ökonomischen Gründen. Otto H. Suhner: „Wir müssen noch genauer analysieren, ob wir die für einen wirtschaftlichen Betrieb die in etwa erforderliche Mindestzahl von 500 stationären Eingriffen erreichen könnten. Im Moment konzentrieren wir uns jedoch noch auf unser Kerngeschäft mit Belegärzten und zuweisenden Hausärzten. “

Geschäftsleiterin Susanna Mattenberger betonte in ihrem Jahresbericht, im MZB kenne man keine Zweiklassenmedizin, denn hier gebe es nur VIPs (Very Important Patients). Die 44 Mitarbeitenden in umgerechnet 25,4 Vollzeitstellen erbringen auch Leistungen für die Gemeinschaftspraxis im Haus der Medizin. Der ärztliche Leiter Andreas Meyenberg erwähnte das neue Angebot der Urologie-Sprechstunde. Ambulante Eingriffe in diesem Bereich werden im Medizinischen Zentrum Brugg durchgeführt, stationäre im Kantonsspital Baden. Meyenberg sprach auch die Hoffnung aus, dass die Hausärzte dem kostengünstig arbeitenden und ohne öffentliche Subventionen auskommenden Medizinischen Zentrum Brugg noch vermehrt Patienten zuweisen. Der entsprechende Wunsch der zu Behandelnden könnte entscheidend dazu beitragen. VR-Vizepräsident Rainer Klöti seinerseits wies in seinem Ausblick darauf hin, dass sich eine Strategiegruppe auch mit Fragen der Ausrichtung auf die neue, an modernste Arbeits- und Kommunikationstechniken gewohnte Ärzte- und Personalgeneration befasse.

Der für 2013 ausgewiesene Reingewinn von 32‘599 Franken und der Gewinnvortrag 2012 von 103‘324 Franken ergaben zusammen 135‘923 Franken. Davon verbleibt nach der 60‘000 Franken kostenden zweiprozentigen Verzinsung des Aktienkapitals und der Zuweisung von 2000 Franken an die gesetzlichen Reserven ein Vortrag von 73‘923 Franken auf neue Rechnung. Die in der Bilanz aufgeführten flüssigen Mittel von 3,87 Mio. Franken (am 31. März 2014 waren es bereits 4,035 Mio.) zeigen die solide finanzielle Basis des MZB.

Zum Schluss der von der aus Aargauer Musikern bestehenden „Joyful Jazzband“ umrahmten GV ehrte Verwaltungsratspräsident Otto H. Suhner Belegarzt Robert Meier und Pflegeassistentin Muy Keo-Lao für ihre 20-jährige Tätigkeit im ehemaligen Bezirksspital Brugg und im Medizinischen Zentrum Brugg und dankte auch dem ganzen Personal für seinen wertvollen Einsatz.

Max Weyermann