Anfang März wird das traditionsreiche Gebäude nach dem Umbau wiedereröffnet. Die Genossenschaft hat das Kulturprogramm 2018 veröffentlicht.

Bereits am Eröffnungswochenende vom 9. bis 11. März wird der Freienwiler Perkussionist Willi Hauenstein mit der kenianischen Entertainerin Claudia Masika auf der Bühne im Saal auftreten, einer stimmgewaltigen Afrikanerin, die seit zehn Jahren in der Schweiz lebt und bereits an verschiedenen Festivals (u. a. Afropfingsten in Winterthur und Musikfestival Rheinfelden) und im Worldmusic Special auf SRF3 begeisterte.

Doch auch einheimisches Schaffen steht bei der Wiedereröffnung im Fokus. Am Freitag sollen Stücke des Musicals «De wyssi Wind» wiederaufgeführt werden, welches François Ruedin zum Freienwiler Jubiläum «500 Jahre Freiheitsbrief» 2007 geschrieben hatte. Am Sonntag werden zum Abschluss bei einer «Stubete» gemütliche Töne angeschlagen.

Auch Lesungen stehen auf dem Programm

Genauso vielseitig wie die Eröffnung wird auch das Konzertprogramm für das kommende Jahr sein; von Blues über Rock bis lüpfige Ländler hat alles Platz. Der neu gegründete Verein «Kultur im Saal», der sich vorerst aus Mitgliedern der Genossenschaft formiert hat, verpflichtete weitere renommierte Künstler wie Max Lässer und die Engadiner Formation Fränzlis da Tschlin. «Das Programm bis Ende November steht. Wir wollen die ganze Bandbreite von Volksmusik bis Weltmusik auf die schmucke Kastenbühne im Weissen Wind bringen, ergänzt durch Blues und Folk sowie Lesungen», erklärt Genossenschafts-Präsident Urs Rey. Der Weisse Wind soll aber auch eine Plattform für junge Bands und regionale Künstler sein: «Interessierte dürfen sich bei uns melden», so Rey.

Der Verein hofft, mit seinem Programm überregional Publikum anzulocken und sich einen Namen zu machen. Dabei darf er auf die Zusammenarbeit mit dem etablierten Kulturkreis Surbtal zählen, der jährlich eine Veranstaltung im Weissen Wind organisieren wird. Präsidentin Astrid Andermatt zeigte sich an der Präsentation in Freienwil beeindruckt: «Das Programm ist toll!» Sie sehe den Weissen Wind nicht als Konkurrenz, sondern er sei eine Bereicherung des kulturellen Lebens im Surbtal.

Von Mittwoch bis Sonntag regionale Küche

Auch kulinarisch soll der Weisse Wind künftig wieder Gäste aus Baden und dem Surbtal anziehen. Als Pächter für das Restaurant konnte mit Stefan Frankenstein bekanntlich ein erfahrener Badener Gastronom gewonnen werden. Frankenstein freut sich auf die neue Herausforderung und möchte die Philosophie des Hauses auch kulinarisch übernehmen: «Wir wollen einfache, aber frische Gerichte anbieten mit Lieferanten aus der Region.» Das Restaurant soll von Mittwoch bis Sonntag geöffnet sein, im Angebot ist auch ein Mittagstisch. Frankenstein ist überzeugt, dass sich der Weisse Wind mit Kunst, Kultur und Genuss gut positionieren kann: «Dieses Gebäude hat so viel Charakter und Atmosphäre – einmalig!» Zudem ergeben sich Synergien mit dem Saal, den der Pächter zu einem Vorzugspreis mieten und dort Hochzeitsgesellschaften oder Geburtstagsgäste bewirten kann.

Jahresprogramm 2018:

Samstag, 10. März: Claudia Masika
Freitag, 27. April: Max Lässer’s Überland-Orchester
Freitag, 18. Mai: Extrem Bosnian Blues Band (organisiert vom Kulturkreis Surbtal)
Freitag, 8. Juni: Rolf Herrmann (Lesung)
Freitag, 24. August: Fränzlis da Tschlin
Samstag, 8. September: Estella Benedetti
Samstag, 27. Oktober: Cissokho Brönnimann Hanson Trio