Jetzt geht es endlich vorwärts! Die CVP Wohlen hat sich bei den Einwohnerratswahlen dafür eingesetzt, dass auf dem Isler-Areal ein attraktives Dorfzentrum entsteht. Wir erinnern uns: 2001 hat die Gemeinde Wohlen das Isler-Areal für 2.4 Mio Fr. gekauft. Das war ein weitsichtiger Entscheid. 2003 lehnte der Einwohnerrat ein Postulat für einen Naturpark ab, bewilligte hingegen eine Ideenstudie und eine Erschliessungsstrasse. Im August 2007 beabsichtigte der Gemeinderat den Verkauf an die Feldmann Immobilien AG für 5.2 Mio Fr., nachdem das Kaufangebot der Raiffeisenbank tiefer lag. Dann wurde eine Initiative zur Schaffung einer Park- und Parkhauszone auf dem Isler-Area mit 1020 gültigen Unterschriften eingereicht. Im Februar 2008 wurde die Initiative Isler-Park mit 807 Ja (23.6%) zu 2576 Nein (76.2%) sehr deutlich abgelehnt. Sämtliche Parteien verlangten darauf die Erstellung eines Masterplanes für den Ortskern und die Gestaltungsplanpflicht für das Isler-Areal. Das Geschäft mit Feldmann wurde zurückgezogen. Den entsprechenden Krediten stimmte der Einwohnerrat mit 27:8 (Masterplan) und 25:9 (Gestaltungsplan) deutlich zu. Nach dem Mitwirkungsverfahren bei den Parteien und weiteren Interessierten wurde bis 2012 ein detaillierter Gestaltungsplan erstellt. Dieser ist vom Regierungsrat genehmigt worden und seit Juni 2013 rechtskräftig. Deshalb muss allen völlig klar sein: Auf dem Islerareal wird eine Zentrums- Überbauung realisiert mit vier gegliederten Baukörpern für die öffentliche Nutzung (z. Bsp. Polizei, Bibliothek), für Läden, für Gewerbe und für hochwertige Wohnungen. Der Plan regelt vieles im Detail; ein Investor kann nicht bauen was er will. Unter den Boden kommen private und öffentliche Parkplätze und auf der Ebene ein Begegnungsplatz, Fusswege, Freigelände an der Bünz und ein Übergang zur Villa Isler mit dem Strohmuseum. Auf dem Isler-Areal wird das Zentrum deutlich aufwertet und das bringt der Gemeinde Wohlen einen grossen Gewinn. Deshalb muss allen auch klar sein: Nicht geplant ist das Isler-Areals als ungenutzte und zonenwidrige Brachfläche mitten im Dorf, als Park, der jährlich Kosten verursacht, als Festwiese, als Parkplatz. Dafür wäre ein Landwert von um die 7 Mio Fr. reine Geldverschwendung und eine Vernichtung von Vermögenswerten der Gemeinde. An jene, die immer vom Sparen reden, von Schuldenabbau, vom Steuerfuss: Kann es sich Wohlen nach abgeschlossener Planung mit entsprechenden Kosten überhaupt leisten auf 7 Millionen Franken zu verzichten? Der vom Einwohnerrat mit 2/3-Mehrheit bewilligte Kredit von rund 300‘000 Fr. dient etwa zur Hälfte der Altlastenuntersuchung und dem Hochwasserschutz. Dieses Geld muss aus gesetzlichen Gründen in jedem Fall aufgewendet werden, wenn das Grundstück überbaut wird. 160‘000 Fr. kostet die Vermarktung des Grundstückes. Ein guter Teil dieser Kosten fällt auch an, wenn die Gemeinde den Verkauf selber managen könnte. Bei dieser Grundstücksgrösse an zentralster Lage und beim hohen Kapitalbedarf für Kauf und Überbauung ist eine professionelle Vermarktung ein absolutes Muss. Können dadurch nur wenige Franken pro Quadratmeter mehr erzielt werden, sind die Kosten bereits gedeckt. Die Zeit ist nun reif, einen entschlossenen Schritt vorwärts zu tun, zum Wohl für Wohlen.

Roger Waeber, CVP-Parteipräsident

Franz Wille, Präsident der CVP-Fraktion im Einwohnerrat