Wenn man nur Nebelschwaden sieht und das Galoppieren der Hufe hört…

..Dann ist wieder die Zeit vom Concours in Buttwil. Das Dorf wirbt immer mit „am sonnigen Lindenberg“, das allerdings trifft nicht immer zu. Die Sonne gehört im Herbst bereits zu den Spätaufstehern und die Kraft lässt bereits auch etwas nach. In diesem Jahr sollte sie jedoch noch ungemeine Reserven haben, aber das zeigte sich erst im Verlauf vom Vormittag. Am Start standen über 555 Reiter. Für die Reiter stand die Reithalle mit älterem Baujahr zur Verfügung zum Abreiten. Die Parcours wurden sehr fair und interessant gebaut. Und somit auch für die Zuschauer einen wunderbaren Genuss fürs Auge. Den Genuss kam auch nicht zu kurz, wenn die Zuschauer sich etwas für den Gaumen bestellten. Das ganze Wochenende hat es kein Mann geschafft auf den ersten Podest Platz zu kommen. In allen ausgetragenen Prüfungen hatten die Amazonen ganz klar die Nase vorn. Im B75 gewann Kathleen Gerbeth auf Lady Lord IV und Anja Marthaler mit dem Pferd Good Luck III. (Nicht dem Pferdenamen zu verdanken, sondern dem Können. Sehr erfolgreich war auch Sina-Melanie Arnold, gewann sie doch die einte Prüfung vom R/N115 und zusätzlich die Finalprüfung. Etwas Promistatus geniesst der Reitverein mit der ortsansässigen Amazone, welche eher bekannt ist aus dem Fernsehen. Gemeint ist die Mediensprecherin Elisabeth Strebel von der Staatsanwaltschaft , welche auch erfolgreich regionale Springreiten absolviert. Und somit hat Buttwil bereits ein gutes Omen für Recht und Ordnung. Damaris Etterlin aus Muri , ein Aktivmitglied des Vereins mit etwas Heimvorteil, konnte ihre Erfolge kaum glauben. Diese noch sehr junge Reiterin ist in der Finalprüfung R/N120 auf den 2.und 4.Rang galoppiert mit Pferden aus der Schweizer Zucht. Mit klarem Vorsprung von über 3 Sekunden holte Nayla Dubs den Doppelsieg im B/R90.Der Name Qualinka III erinnert eher an die Zeit der Kosaken, nach den beiden Siegen zu urteilen: Kosaken sind einfach schnell. Die Namen der Pferde hatten dieses Wochenende also klar was mitzureden.

Martina Moser