Aarau

Clemens Bittlinger und David Plüss in Aarau

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Bittlinger Clemens und Plüss David.JPG

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Der zweifache Familienvater Clemens Bittlinger ist Theologe, Seelsorger, Autor und Musiker. Pro Jahr gibt er rund 100 Konzerte. Am letzten Samstag war er zusammen mit dem Schweizer Pianisten und Arrangeur David Plüss zu Gast in der Evangelisch-methodistischen Kirche EMK Aarau.

Im Alter von 14 Jahren begann Clemens Bittlinger, sich das Gitarrenspiel mit der speziellen Fingerpicking Technik selber beizubringen. Kurz danach schrieb er seine ersten eigenen Lieder. Dies tut er bis heute mit grossem Erfolg. 2011 erhielt er eine ausserordentliche goldene CD für weit mehr als 200'000 verkaufte Exemplare. Die evangelische Kirche in Hessen und Nassau beauftragte ihn mit der musikalisch-kulturellen Verkündigung.

Der Liedermacher aus Rimbach/Odenwald bezeichnet seine Texte als «moderne Glaubens-äusserung, die mir selbst und anderen Mut und Trost verschaffen will». Musikalisch ist er durch Manfred Siebald und den Ragtime-Gitarristen John Pearse inspiriert. 

David Plüss aus Zofingen ist Pianist und Keyboarder, Komponist, Arrangeur und Musikproduzent. Seit Jahren arbeitet er bei den Musicalproduktionen der Jugendorganisation Adonia mit. Aber auch international ist er engagiert, man denke beispielsweise an die Chorprojekte «Global Praise» und «Russian Praise» für das General Board of Global Ministries der United Methodist Church. Eine Zusammenarbeit besteht zudem mit dem spanischen Pantomimen Carlos Martínez.  

Clemens Bittlinger und David Plüss feiern dieses Jahr ihr 33-jähriges Bühnenjubiläum. Angesichts ihres musikalischen und geistlichen Hintergrunds waren die Erwartungen an ihren Konzertauftritt in Aarau hoch. Das Publikum wurde keineswegs enttäuscht. Die Interpreten begeisterten mit ihren Eigenkompositionen verschiedener Stilrichtungen: Von der Ballade über Rock, Swing, Boogie-Woogie, Gospel bis zu orientalisch anmutenden Klängen. Beide Musiker beherrschten ihre Instrumente virtuos und ihre Gesangsstimmen klangen äusserst homogen. 

Bittlinger verstand es, das Publikum nicht nur zum aktiven Zuhören zu bewegen, sondern auch zum gelegentlichen zwangslosen Mitsingen. Seine Kommentare zu den Liedern kamen locker rüber und lösten ein Schmunzeln oder gar befreiendes Gelächter aus. Schnell wurde aber auch klar, dass der begnadete Entertainer eine sehr ernste Seite hat, die von tiefem christlichem Glauben geprägt ist. 

Engagiert äusserte er sich zum Zusammenleben von Mann und Frau und zur Bedeutung der Frau bei den weltweit anstehenden Reformen. Jede Religion müsse den Beweis erbringen, dass sie zum Frieden beitrage. Bittlinger führte Beispiele auf zur unermesslichen Kraft des Gebets. Jesus sei politisch unkorrekt gewesen, denn für ihn habe einzig das Heil des einzelnen Menschen gezählt. Wir Christen seien grösstenteils bekenntnisfaul.  

Clemens Bittlinger und David Plüss verabschiedeten sich mit einem Segenslied, welches das Publikum stehend mitsang: «Sei behütet auf deinen Wegen. Sei behütet auch mitten in der Nacht. Durch Sorgentage, Stürme und durch Regen hält der Schöpfer über dir die Wacht.» Berührt und mit guten Gedanken erfüllt trat männiglich den Heimweg an.  

Heinz Breuninger

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