Nach 2006 dominierte der Untersiggenthaler Christoph Bieri das Freiämter Schwingfest zum zweiten Mal in eindrücklicher Art und Weise. Ganz stark setzte sich auch der Möhliner Lukas Schlachter in Szene. Am Eröffnungsschwingfest der Freiluftsaison der Nordwestschweizer standen im Feld der 81 Teilnehmer vor 1'500 Zuschauern sieben Eidgenossen im Wett-kampf.

Im ersten Kräftemessen der diesjährigen Freiluftsaison zeigte Christoph Bieri eine absolut souveräne Leistung. Nach fünf Gängen stand er bereits uneinhol-bar an der Sitze. Alle vier starken Gäste von eidgenössischem Format fanden in ihm den Meister. So mussten sich die Schwyzer Gäste Ady Tschümperlin, Edi Kündig, nach einem spektakulären Konterzug der als Favorit eingestufte Adi Leimbacher und der Seetaler Thomas Arnold wie auch der Stefan Scheuber, Hohenrain, den Rücken abwischen las-sen. Dies führte das Einteilungskampf-gericht dazu, dass es ausschwingen liess, um den Schlussganggegner von Bieri zu eruieren. In diesem griffen Bieri und Laimbacher ein zweites Mal zusammen. Weil Bieri bereits als Tages-sieger feststand, trat er zu diesem zweiten Zusammengreifen nach eigenen Worten nicht mehr mit der gleichen Motivation an, und prompt erwischte ihn Laimbacher nach 5.50 Minuten mit Kurzzug. Dazu Bieri: „Ich bin zufrieden. Mein Ziel war ein Lebendpreis."

Starker Lukas Schlachter
Hervorragend setzte sich auch das Möhliner Nachwuchstalent Lukas Schlachter in Szene. Nach einem Gestellten gegen Remo Kocher, Hofstet-ten, wurden die beiden Freiämter Jonathan Keusch und Pascal Küng, aber auch der Zofinger Lukas Steiner platt ins Kurzholz gebettet. Einzig gegen den Eidgenossen Thomas Arnold zog er den Kürzeren. Mit dieser Leistung stand Lukas Schlachter nach fünf Gängen auf dem dritten Zwischenrang. Zum Wettkampfabschluss erhielt er den zweiten Eidgenossen, Thomas Zindel, Günsberg, zugeteilt. Aber auch dieser war für ihn noch eine Nummer zu gross und trotzdem blieb Schlachter bester Fricktaler.
Thomas Stocker, Obermumpf, kam nach durchzogenem Anfang immer besser in Fahrt. Zu drei Siegen gesellte er ein Remis und gegen die Gäste Peter Zurfluh, Hildisrieden, und Thomas Ar-nold musste sich der Fricktaler je eine Niederlage schreiben lassen. Andi Reu-ter, Magden, verlor und gewann je drei Zweikämpfe und war denn auch mit sei-ner Leistung nicht ganz zufrieden. Aber auch für ihn hat ja die Saison erst be-gonnen und er wird am 27. Juni am A-bendschwingen auf der Allmend in Möh-lin, am eigenen Klubschwingfest, zeigen wollen, was in ihm steckt.