Mit dem Song "Travailler c'est trop dur" von Polo Hofer eröffnete der Chor Ammerswil sein Jahreskonzert: ‹‹Musig.CH›› im Alten Gemeindesaal in Lenzburg. Mit viel Humor begrüsste der Präsident Georg Ziffermayer das Publikum in allen vier Landessprachen und entlockte den Gästen ein Schmunzeln, als er anmerkte, dass Singen auch „trop dur“ sei.

Mit dem Song: „Fründ“ (Secondhandorchestra), „I Take It All“ (Pegasus) oder „Lift U Up“ (Gotthard) begeisterte der Chor mit rockigen und temperamentvollen Passagen.

Bei den bekannten Songs wie „Blueme“ und „Indianer“ setzten sich die Solosänger gefühlvoll und gekonnt in Szene. Umrahmt wurden beide Lieder mit schönen, typisch schweizerischen Jodeleinsätzen, welche aus den eigenen Reihen besetzt wurden.

Beim Lied „Tschiera“ (rätoromanisch für „Nebel“), wurde es im Gemeindesaal dunkel und ein bisschen unheimlich: leise Tierstimmen und ein Rauschen waren zu hören, bis der feine schwebende Gesang die Stille im Saal allmählich auflöste.

Mit dem witzigen und überraschenden Arrangement von Mani Matters bekannten Lied „Hemmige“ ist es Chorleiter Maik Brügmann gelungen, beim Publikum einen Volltreffer zu landen. Prompt wurde das Lied am Ende des Konzertes von den „Fans“ lautstark als Zugabe gewünscht.

Die Gastmusiker an Kontrabass, Akkordeon und Schlagzeug lieferten zusammen mit Maik Brügmann an den Gitarren gelungene Instrumentaleinlagen mit einer neuen Bearbeitung von „Simelibärg“ und einer rassigen Zürcher Polka die sich in der Wiederholung zu einem 50er-Jahre „Bar-Jazz“-Swing verwandelte. (rm/ChA)