Lenzburg

Buchvorstellung «die erste Schweizer Ärztin»

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Der gemeinnützige Frauenverein und der Kath. Frauenverein durften am 16. Januar 2014 eine grosse Schar Frauen und ein Mann zur Buchvorstellung, „die erste Schweizer Ärztin“, begrüssen.

Frau Verena E. Müller erzählte lebhaft, wie es damals vor 150 Jahren war, als eine junge begabte und wissbegierige Tochter den Wunsch hatte, Ärztin zu werden.

Marie Vögtlin, geboren 1845, Bürgerin von Brugg, wuchs in Bözen als Pfarrerstochter auf. Als ihre erste grosse Liebe zu Fritz Erismann zerbrach, hatte sie den Wunsch Ärztin zu werden. Nur dem Umstand, dass ihr Bruder verstorben war, verdankte sie es, dass ihr Vater das Geld für das Studium für die Tochter, statt für den Sohn aufbringen konnte. In dieser Zeit war es absolut nicht üblich, dass eine Frau studierte. Die Gesellschaft damals, war überzeugt, dass sich nur Männer für ein Studium eignen.

Marie Vögtlin wurde Ärztin, heiratete den Geologen Albert Heim und praktizierte in Zürich fast bis zu ihrem Tode 1917. Sie setzte sich zeitlebens für die Rechte der Frauen ein. Sie gründete die erste Pflegerinnenschule der Schweiz in Zürich, war eine Befürworterin des Frauenstimmrechtes und war auch massgebend an der Gründung des Gemeinnützigen Frauenvereins beteiligt.

Bei Kaffee und Kuchen wurde anschliessend rege diskutiert.

                                                                                                                                             Th. Hirter

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