Aarau

Brot als Mittel zur Integration im Telli Aarau

megaphoneLeserbeitrag aus AarauAarau

Dank «Brotteilet» trifft sich jung und alt.

Brot als Mittel zur Integration im Telli Aarau
Die guten Sitten verschwinden, gegrüsst wird kaum und die Bewohner kennen sich nicht mehr. Den Weg in die Anonymität kennen viele Quartiere. Um dieser Entwicklung entgegen zu wirken, hat das Gemeinschaftszentrum GZ Telli zusammen mit der Schulsozialarbeiterin des Tellischulhauses vor einem Jahr die „Brotteilet" ins Leben gerufen. Die Initianten, Hans Bischofberger und Sybille Bader, brachten  junge und ältere Quartierbewohner zusammen. Rüstige und begeisterte Seniorinnen kommen seither jeden letzten Donnerstag im Monat ins Primarschulhaus, schneiden frisches Holzofenbrot und verteilen dieses auf dem Pausenplatz. Und siehe da: Kinder und Senioren grüssen sich wieder auf der Strasse!
Warum diese Art von Integration nicht weiter ausbreiten, dachten sich die Initianten. Schliesslich befindet sich im Telli nebst der Primarschule auch das zeka Zentrum für körperbehinderte Kinder Aarau und die Heilpädagogische Schule Aarau. Inzwischen bereiten jeden zweiten Monat Oberstufenschüler des zeka Aarau das Znüni zusammen mit den Seniorinnen vor. Während des Brotschneidens im Lehrerzimmer tönt das so: „Wo wohnen Sie?" „Wie lange sind Sie schon in der Telli?" „Was halten Sie von Fussball? Gestern hat Basel gespielt!" Und auch die Seniorinnen sind interessiert, fragen, was bei den Jungen denn zurzeit „in" ist, welchen Freizeitbeschäftigungen die Jugendlichen nachgehen. Im Anschluss verbringen einige zeka- und HPS-Schüler die Pause mit ihren Kollegen der Regelschule. Im Gegenzug verweilen einige Klassen des Primarschulhauses auf dem Pausenplatz des zeka und der HPS und schliessen dort Kontakte zu Gleichaltrigen mit einer Behinderung.
Dieses Beispiel zeigt eindrucksvoll auf, wie einfach Integration stattfinden kann - und dies auf ganz verschiedenen Ebenen.

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