Brigitte Niklaus ist neue Präsidentin der Ehe- und Paarberatungsstelle Aarau
Mitgliederversammlung in Gränichen stimmt dem neuen Kostenverteiler zu
Die Regionale Ehe- und Paarberatungsstelle Aarau hat eine neue Präsidentin. Brigitte Niklaus löst Beatrix Donzé nach über 20-jähriger Amtzeit ab. Zudem hat die Mitgliederversammlung den neuen Kostenverteiler für die Trägergemeinden angenommen.

Die 18 Delegierten der Kirchgemeinden und politischen Gemeinden hatten im reformierten Kirchgemeindehaus in Gränichen wegweisende Entscheidungen über die Zukunft der Regionalen Ehe- und Paarberatungsstelle zu fällen. Nach mehr als zwei Jahrzehnten übergab Beatrix Donzé das Präsidium an Brigitte Niklaus. Niklaus wurde vor einem Jahr in den Vorstand gewählt und am 13. März nun einstimmig zur neuen Präsidentin bestimmt. Beruflich war sie bis zur Pensionierung letzten September als hauswirtschaftliche Betriebsleiterin tätig. Die Suhrerin hat das Landwirtschaftliche Zentrum Liebegg mitgeleitet. Ausserdem war sie mehrere Jahre lang als Präsidentin der Schulpflege in Gränichen tätig. Zuletzt wirkte sie in der Administration der Seniorenresidenz Senevita Gais in Aarau. Mit Applaus verdankten die Anwesenden das langjährige Engagement von Beatrix Donzé. Sie möchte die frei werdende Zeit nach ihrem Rücktritt vor allem ihren Enkeln widmen.

Weitere Veränderungen im Vorstand
Auch Peter Hediger, reformierter Pfarrer der Kirchgemeinde Oberentfelden, gab den Abschied aus dem Vorstand. Wer ihn ersetzen wird, haben die reformierten Kirchgemeinden noch nicht entschieden. Neu in den Vorstand gewählt wurde Hedy Bugmann, Gemeindeleiterin der katholischen Gemeinde Entfelden. In der neuen Zusammensetzung des Vorstandes hat kein amtierendes Gemeinderatsmitglied einer politischen Gemeinde Einsitz. Es ist dies ein Mangel an weltlichem Einfluss, dem Ruedi Gautschi von der politischen Gemeinde Gränichen abhelfen möchte. Mit dem Einverständnis der Versammlung versprach er, nach einem entsprechenden Kandidaten Ausschau zu halten.

Kosten gerechter verteilen
Erstmals haben die Delegierten bereits im Frühling, im Rahmen der Mitgliederversammlung, über das Budget befunden. Bisher wurde diese Abstimmung im Sommer auf schriftlichem Weg erledigt. Der Grund war der neue Verteilschlüssel für die Kosten. Bisher trugen die reformierten und katholischen Kirchgemeinden der zehn Trägergemeinden zwei Drittel des Aufwandes und die politischen Gemeinden ein Drittel. Ab dem nächsten Jahr sollen die Kosten mit einem Schlüssel pro Kopf der Einwohnerzahl gerechter verteilt werden. Das bedeutet, dass die politischen Gemeinden stärker mitzahlen als bisher.
3.52 Franken pro Einwohner und Jahr kostet die Arbeit der Beratungsstelle in Zukunft. Was sich nicht ändert, ist der zweistufige Tarifansatz für die Leute, die das Angebot nutzen. Personen, die nicht in einer Trägergemeinde wohnen, zahlen mehr. Ruedi Gautschi fragte nach der Rolle der Freikirchen im Kostenverteiler. Die Antwort des Vorstandes: Aus Gründen des Datenschutzes dürften die Einwohnergemeinden keine Zahlen von Freikirchenmitgliedschaften bekannt geben. Im Übrigen seien diese Personen im Pro-Kopf-Verteilschlüssel berücksichtigt.

Budget trifft auf Widerstand aus Unterentfelden
Namens der reformierten Kirchgemeinde Unterentfelden meldete André Sutter Widerstand gegen den neuen Kostenteiler an und stellte eine Kürzung der Beiträge in Aussicht. Sitzungsleiterin Beatrix Donzé erwiderte konsterniert: „Aber die Kirchgemeinde
Unterentfelden hat bei der Vernehmlassung nicht protestiert. Sie hat überhaupt nicht reagiert.“ Gegen die Idee einer Beitragskürzung verwahrte sie sich entschieden. „Es geht nicht an, dass Träger am Beitrag schrauben. Dann müsste die Kirchgemeinde als Trägerin austreten.“ Damit es nicht so weit kommt, wolle der Vorstand das Gespräch mit der Kirchgemeinde Unterentfelden suchen. Schliesslich wurde das Budget samt dem neuen Kostenverteilschlüssel angenommen, gegen die zwei Stimmen aus Unterentfelden. Abgesehen von der politischen Gemeinde Erlinsbach tragen derzeit alle Polit- und Kirchgemeinden die Arbeit der Beratungsstelle finanziell mit.
Die Jahresrechnung 2013 schliesst mit einem leichten Plus von rund 9000 Franken gegenüber dem Budget. Das Ergebnis erklärt sich hauptsächlich aus einer besseren Auslastung der Beratungsstelle, auch durch Auswärtige. Letztes Jahr kümmerten sich die beiden Mitarbeitenden der Beratungsstelle um 461 Personen. In 1204 Stunden fanden 856 Sitzungen statt.