Die vierköpfige Band «Blue Valley Drifters» bot im Staufner Zopfhuus Country-, Bluegrass- und Blues-Musik von den Legenden aus den USA vom Feinsten. Der Funken sprang aufs zahlreiche Publikum rüber.

Viele US-Evergreens wurden beim von der Kulturkommission Staufen organisierten Konzert zum Besten gegeben. So «Johnny be good» des kürzlich verstorbenen Chuck Berry oder Hits von Johnny Cash oder Jimmy Cliff. Die «Kopien» standen den berühmten Originalen in nichts nach. So gut waren die Interpretationen der «Blue Valley Drifters». Angereichert wurden die Cover-Versionen durch einige Eigenkompositionen.

Blues und Country als Lifestyle
Die USA sind neben der Heimat eingängiger Folk-Musik auch die Wiege einer Kultur und Lifestyles. Der Blues geht auf die Urbevölkerung und die afrikanischen Einwanderer zurück. Anfangs des 20. Jahrhunderts wurde die Musik in der ganzen Welt salonfähig. Das in Staufen wohnhafte Gründerpaar der Band, Lilo und Markus Schildknecht, haben ihre Liebe zur Musik aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten auf mehreren Reisen entdeckt. Dabei sammelten sie auch Fahnen, welche zur Dekoration dienten und man sich so im Zopfhuus in der Szenerie des Ursprungs der Musik wähnte. Einige Besucher erschienen passend im Country-Look.

Zehn Instrumente und tolle Stimmen
Die Palette an gespielten Instrumenten war breit und reichte von der Bassgitarre über das Banjo bis hin zur Mandoline. Deren Saiten wurden gekonnt gestreift oder gezupft. Besonders die waagrecht gehaltene Weissenborn-Gitarre verlieh der Musik den speziellen «groovigen» Charakter. Die Stimmen harmonierten perfekt mit den Musikklängen. Sei es die nasale Stimme des Lead-Sängers Peter Andrist oder der Bass und Sopran von Markus und Lilo.

Ein doppelsinniger Bandname
Mit dem «Blue Valley» wird die geografische Herkunft der Band – das Seetal – bezeichnet. Der Begriff «Drifters» spielt sowohl auf die in einem harmonischen Guss «herbeiströmende» Musik als auch auf die beim Publikum erzeugte Stimmung des emotionalen Abhebens an. Hinter der Band war ein eindrückliches Foto des Monument Valley in den USA – ein Symbol grenzenloser Freiheit – zu sehen. Stimmungsmässig gaben die «Blue Valley Drifters» sämtliche Gefühle und Bedeutungen des Bandnamens wider.

Der nächste Anlass der Kulturkommission Stauen: 1. August-Brunch im Zopfhuus