Am Donnerstag, 17. Juni stattete der Kulturkreis Birmenstorf auf Einladung von Nationalrätin Ruth Humbel Näf dem Bundeshaus einen Besuch ab. 27 Mitglieder waren der Einladung gefolgt und kamen so in den Genuss eines besonderen Tages. Zum einen war zur sichtlichen Erleichterung der Entscheid in Sachen Staatsvertrag mit den USA gerade gefallen, zum anderen stand die Volksinitiative Schutz vor Waffengewalt auf der Tagesordnung. Zuvor jedoch staunten die Besucher über die professionelle Besucherabwicklung, sind doch pro Tag im Bundeshaus über 600 Interessierte zu „bewältigen". Im Klartext bedeutet dies: Zutrittsbadge gegen persönlichen Ausweis tauschen, durch den Metalldetektor in den Empfangsbereich vorrücken, Taschen, Fotoapparat und Handys deponieren, eine Einführung in den Ehrenhof (Innenhof unter der Kuppel des Bundeshauses) erhalten, dann einen Blick in den Ständeratssaal werfen und schliesslich während einer Stunde auf der Besuchertribüne des Nationalrats den diversen Fraktionsvoten im Beisein von Bundesrätin Widmer-Schlumpf zu folgen. Anschliessend an dieses Live-Erlebnis stand Ruth Humbel der Delegation ihres Wohnortes Red und Antwort, und konnte zugleich einen kleinen Einblick in das hochaktuelle Gesundheitsthema „Managed care" geben, das gleichentags in der Aargauer Zeitung mit prominentem Auftritt zur Sprache kam.
Der Besuch wurde mit einem Kaffeegespräch im prächtig renovierten Panoramarestaurant der Parlamentarier abgerundet und danach mit einer Führung durch die Gedenkausstellung von Albert Anker im Kunstmuseum Bern kulturell eindrücklich ergänzt. Die überwältigende Vielfalt an Werken dieses „genialen Idealisten" schuf ein wesentlich breiteres Bild seines Schaffens und vermochte dadurch den Respekt vor dem unvergleichlichen Lebenswerk Albert Ankers noch um einiges zu steigern. Eine Besichtigung mit Führung kann jedenfalls nur wärmstens empfohlen werden. eb