Das diesjährige Sommerlager der JuBla Möhlin wurde in Heriswil, im Kanton Sotothurn durchgeführt. Rund 35 Kinder, das Leiterteam und die Küchenmannschaft reisten am Dienstag, 28. Juli für zehn Tage dorthin, um ein Zeltlager an einem wunderschönen Waldrand mit vielen Überraschungen zu erleben.
Eigentlich wäre ja die Reise ganz woanders hingegangen. Alle zusammen, Leiter und Kinder, folgten nämlich der Einladung eines gewissen Professors Zapoteck, ein alter Jublaner, der in Havanna lebt. Die Reise sollte mit einer hochmodernen Zeitmaschine gemacht werden, nur hatte diese leider so einige Macken und transportierte die Kinderschar mit ihren Leitern immer wieder an falsche Zielorte. So wurden sie zu Beispiel nach Dubai, San Francisco und in unser Nachbarland Österreich verschlagen und erlebten dort immer wieder lustige Abenteuer.
Wie jedes Jahr waren auch diesmal wir Eltern zu einem Besuchstag eingeladen. Dieser fand am Sonntag, 2. August statt. Bei der Ankunft regnete es zwar in Strömen, aber der Wettergott Petrus war uns gnädig, und so konnte das ganze Programm, welches die Leiter vorbereitet hatten, durchgeführt werden. Zuerst gab es ein gemeinsames Mittagessen. Wir konnten unsere mitgebrachten Grilladen bräteln und die Küchenmannschaft unter der Leitung von Erich Freiermuth zauberte ein herrliches Salatbuffet dazu.
Nach dem Essen versammelten wir uns alle unter dem grossen Sarasanizelt. Vor unserer Ankunft landete nämlich die Lagerschar bei einem weiteren Fehlversuch mit der Zeitreisemaschine in Japan. Nun wollte das Leiterteam gemeinsam mit den Kindern und uns Eltern noch einen Versuch wagen, doch noch nach Havanna zu kommen. Aber die Maschine versagte, weil sie zu wenig Energieschub hatte. Und wie bitte kommt man auf einer Wiese am Waldrand von Hersiwil zu Energie für eine Zeitmaschine? Nichts leichter als das! Wer in Japan Energie braucht muss Reis essen, also braucht auch die Zeitmaschine gekochten Reis. So sagte es das Leiterteam und lud uns damit zu einem höchst kreativen, interaktiven „Game" ein, welches extra für diesen Besuchstag von den Leitern ausgedacht worden ist.
In Japan ist Reis eine Mangelware, dagegen gibt es viele farbige Edelsteine. Wir wurden mit unseren Kindern in Gruppen aufgeteilt und hatten die Aufgabe, Edelsteine zu suchen, zu erspielen, zu verdienen und damit dann kleine Reisportionen zu kaufen. Aber Achtung! Wer von einem Räuber erwischt wurde, kam ins Gefängnis und musste eine spezielle Aufgabe lösen, wie zum Beispiel dem Küchenchef einen Heiratsantrag machen! Und so ging natürlich wertvolle Zeit verloren. Der Reis musste ja nicht nur gesammelt, sondern auch noch gekocht werden. Das bedeutete Holz sammeln, Feuer machen und Wasser kochen. Da kam so mancher ins schwitzen und die Väter wetteiferten, wer am schnellsten ein Feuer zustande bekam. Als dann endlich der Schlusspfiff ertönte, hatten es alle Gruppen geschafft, ihren Reis zu kochen und waren sichtlich stolz darauf!
Anschliessend wurde das wohlverdiente Dessertbuffet eröffnet, und es war unverkennbar, dass dabei ein wahrer Gourmetkoch seine Hände im Spiel hatte! Der Besuchstag wurde dann mit einem gemeinsamen Gottesdienst abgeschlossen. Dabei wurden die Erlebnisse der ersten Lagerhälfte von den Kindern auf eindrückliche Weise an uns Eltern weitervermittelt. Nun hiess es Abschied nehmen und zwar kurz und schmerzlos. Denn für Abschiedstränen blieb keine Zeit, da das Programm für die Kinder nahtlos weiterlief.
An dieser Stelle möchten wir uns, sicher auch im Namen aller Eltern, ganz herzlich beim engagierten, kreativen Leiterteam der JuBla Möhlin und der Küchenmannschaft bedanken für ihren grossen Einsatz in diesem Sommerlager. Es wird unseren Kindern sicher in bester Erinnerung bleiben!

Susi und Thomas Strübin-Schmid


Foto: Ein Teil des Leiterteams beim Auftritt als Japaner.