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Besuch der Ausstellung «nonstop» in Lenzburg

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– Im Zeughaus-Areal Lenzburg wird bis zum Herbst die Ausstellung „nonstop“ gezeigt. Die Kir-chenpflege Kaiserstuhl-Fisibach-Weiach hat ihre Engagierten zu dieser Ausstellung eingeladen.

„nonstop" - eine Ausstellung über die Geschwindigkeit unseres Lebens wird zurzeit auf dem Zeug-haus-Areal in Lenzburg gezeigt. In der Ausstellung begrüsste Frau Sylvia Huber die Engagierten und lud sie ein, ihre Uhr und ihr Handy in den persönlichen bereitstehenden Safe zu legen und damit auf die Zeitmessung in der Ausstellung zu verzichten, bewusst die Pausentaste im Nonstop-Alltag zu drü-cken.

Was ist Zeit?
Anschliessend führte Sylvia Huber mit der Frage „Was ist Zeit?" ins Thema der Ausstellung ein. Zeit könne nicht ausgestellt werden, ist kein ausstellungsfähiger Gegenstand. Gezeigt werde aber in der Ausstellung, wie wir mit dem, was wir Zeit nennen, umgehen. Mit keinem unserer fünf Sinne - sehen, hören, riechen, ergreifen, schmecken - ist die Zeit feststellbar. Dem Mensch fehlt der Zeitsinn! Darum ist er oft zu spät, hat zu wenig Zeit für dieses und jenes, und spricht über die Zeit, weil er mit ihr nicht zu recht kommt.

Die Zeit gebe es, so Frau Huber, subjektiv = die innere Uhr - und objektiv = die Zeitmessung. Die innere Uhr ist die lebendige Zeit oder die biologische Eigenzeit jedes Menschen, verbunden mit dem Lebensrhythmus. Diese Zeit kennt keine gute oder schlechte Zeit, sie kommt auch nicht zu spät. Sie ist einfach vorhanden. Die objektive Zeit, die Zeitmessung steht oft in Konkurrenz mit der persönlichen Zeit, welche unter Druck steht. Genau das zeigt die Ausstellung „nonstop", wo wir mit der rasenden Zeitkultur unserer Gegenwart konfrontiert werden. Da werden Tempomacher und Tempotherapeuten, Gestresste und Entschleunigte visualisiert. nonstop konfrontiert mit einer Welt zwischen BlackBerry und Yogamatte, Melkrobotern und Wellnessoasen.

Lärmreaktor - erträglicher Lärm unserer Zeit?
Nach diesem Auftakt traten die Engagierten in den Lärmreaktor ein. Darin wird über Lautsprecher der heutige Alltagslärm, welcher durch unser Leben und unsere Geschwindigkeit produziert wird, auf Ohren und Körper gestrahlt. Der Wirrwarr steigerte sich bis an die Grenze der Erträglichkeit. Ruhiger wirkte der Paternoster, auf welchem Gegenstände von früher und heute ausgestellt sind, welche das Leben schneller machen, in kürzerer Zeit eine Arbeit zu erledigen. Pampers, Haarföhn, Klettverschluss und weitere 50 Gegenstände ziehen an den Augen vorbei. Die ruhige Art der Präsentation entspricht der Pausentaste - dem Timeout. Nonstop zeigt das Phänomen ‚Zeit' als Kultur- und nicht als Naturer-eignis. Die Engagierten waren höchst beeindruckt, wie wir oder jeder von uns seine Zeitkultur gestal-tet.

Dank für die Engagierten
Traditionsgemäss lädt die Kirchenpflege Kaiserstuhl-Fisibach-Weiach die Engagierten zum Dank für ihren Einsatz für das kirchliche Leben zu einem kulturell kulinarischen Abend ein. Franca im Restau-rant Kreuzliberg, Baden, servierte einen feinen Znacht. Bewusst wurde höchstwahrscheinlich allen, dass jeder seine Zeit geniessen solle, mit dem Wissen, dass die persönliche Zeit nicht unendlich ist und deshalb immer kostbarer wird! Die Gruppe war sich bewusst, dass der erste Besuch in der Ausstellung nonstop erst ein Schnuppern war. Zur Vertiefung und zur persönlichen Auseinandersetzung wäre ein weiterer Besuch fast ein Muss.

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