Grenchen

Beschämende Wahlbeteiligung Wahlen 2019

megaphoneLeserbeitrag aus GrenchenGrenchen

Über das Ergebnis der Wahlen wurde bereits sehr viel berichtet. Jeder kann sich seine eigene Meinung dazu bilden. Unabhängig vom Ergebnis über die künftige Vertretung des Volkes in Bern, stösst mir die Wahlbeteiligung sauer auf. Wie kann es sein, dass weit unter 50% der Stimmberechtigten auf das Wahlrecht verzichten? Vermutlich ist es vielen Bürgerinnen und Bürgern nicht mehr ganz so geläufig, dass wir in der Schweiz eine direkte Demokratie haben. So ist das Volk die höchste Instanz. Diese Tatsache schlägt sich in der enttäuschenden Wahlbeteiligung nicht nieder. Einem Recht steht auch eine Pflicht gegenüber. Im heutigen System wird dieser Tatsache keine Rechnung getragen. Das Recht zu wählen besteht, die Pflicht nicht. Das lässt den Gedanken zu dem Recht auch die Pflicht folgen zu lassen. Ohne begründete Verhinderung ist es meiner Meinung eine Pflicht des Souveräns an Abstimmungen teil zu nehmen. Müssen wir diese Pflicht nun tatsächlich gesetzlich verankern um diese Wahlabstinenz zu beenden? Neue Gesetze und Verpflichtungen sind zu vermeiden. Ich hoffe allerdings dass sich die Nichtwähler ihrer Verantwortung als oberste Instanz der Schweizer Demokratie vermehrt verpflichtet fühlen und so den Ruf nach einem Zwang unnötig macht.

Erhard Urech, Grenchen

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