Drei Lernende der Berufsfachschule für Gesundheit und Soziales in Brugg befassten sich in ihrer Vertiefungsarbeit mit dem Thema Armut auf der Welt und dabei insbesondere auch mit der Caritas. Der Hintergrund war, dass sie sich vertiefter mit Armut und davon betroffenen Menschen auseinandersetzen wollten. Im Vorwort steht: „Unserer Meinung nach hat jeder Mensch Wertschätzung verdient und soll respektvoll behandelt werden, denn vor Armut ist niemand geschützt. Darum wollen wir die bedürftigen Menschen für einmal in den Mittelpunkt stellen." Sie recherchierten zu Ursachen, Folgen sowie Bekämpfung der Armut, hinterfragten die Armut in der Schweiz und verglichen die Situation in verschiedenen Ländern. Doch worin lag das Besondere an ihrer Arbeit? Schon von Anfang an wollten die drei Lernenden es nicht nur bei Worten belassen, sondern sie verfolgten das Ziel, etwas Konkretes zu tun. Ihrer Meinung nach wird viel zu oft nur geredet. Sie eröffneten ein Spendenkonto bei der Bank und bauten einen Spendenbarometer, der in der Berufsfachschule aufgestellt wurde. Jede Einzelne hat dann auf unterschiedliche Art und Weise Geld gesammelt. Sie fragten Verwandte und Bekannte, gingen von Haus zu Haus in der Nachbarschaft, sprachen Vereine auf die Aktion an, riefen im Facebook zu Spenden auf und machten das Projekt natürlich auch in der Schule publik. Für die gesammelten Beträge wurden symbolisch rote Steinchen in den Spendenbarometer gefüllt, damit alle den jeweiligen Stand mitverfolgen konnten. Das gesetzte Ziel von 600,- sFr. war überraschend schnell erreicht, kurz vor der Präsentation der Arbeit lag die Summe schon bei 930,- sFr. Da dachten die drei, dass es eigentlich auch möglich sein sollte, noch die Tausendergrenze zu erlangen. Die Spenden fliessen weiter und es fehlen jetzt nur noch 30,- sFr. Das Geld soll anschliessend Projekten zugutekommen, mit denen sie sich in ihrer Arbeit beschäftigt haben, wie den Caritas-Märkten und dem Projekt „mit mir". C. Noël