Geführte Wanderungen sind auch bei den Pro Senectute sehr beliebt. Die Wandergruppe der Pro Senectute Bremgarten und Umgebung war am schönsten Tag des Jahres 2010 mit 31 Wanderbegeisterten auf dem Schächentaler Höhenweg unterwegs. In der Schweiz wurde immer schon fleissig gewandert - rund jeder Dritte bezeichnet sich als regelmässiger Wanderer, wie eine jüngst publizierte Studie des Bundes ergab.
Die Wetterprognosen und der herrliche Spätsommermorgen liessen den letzten Hitzetag dieses Jahres erwarten, sodass Faserpullis und gefütterter Wetterschutz zusätzlichen Getränkeflaschen Platz machen konnten. Zudem versprach die von den Wanderleitern Hansueli Scheidegger und Guido Wähli wiederum excellent organisierte und geführte Wanderung eine interessante Auswahl von Bergerlebnissen.
Mit der Bahn fuhren wir von Bremgarten nach Flüelen. Nach einem kurzen Marsch durch Flüelen "stiegen" wir mit der Luftseilbahn auf die Eggbergen. Nach dem üblichen Morgenkaffee im Restaurant Seeblick starteten wir nach der Begrüssung von Hansueli Scheidegger zu unserer Wanderung. Zuerst auf Fahrsträsschen, danach über einen schmalen Wanderweg bis zur Abzweigung Hüenderegg. Hier teilte sich unsere Wandergruppe in zwei Gruppen auf. Die eine Gruppe wählte den etwas steileren Aufstieg über die Hüenderegg, mit 1878 M.ü.M. der höchste Punkt der Wanderung. Eine kurze Rast unter dem Gipfelkreuz diente zum Wiederauffüllen der beim Aufstieg verlorenen Flüssigkeit. Grandiose Aussicht auf Gemsfairenstock, Clariden, Tödi, Schärhorn, Windgällen und den Tiefblicken ins Schächental mit Vierwaldstättersee. Beim idyllischen Fleschseeli trafen wir auch wieder auf die zweite Wandergruppe die den direkteren Weg durch den schattenspendenen Wald wählte. Das Bergpanorama, das sich gegen Osten öffnet, rechtfertigt nochmals die Verschnaufpause. Ja, bei der Planung dieser Wanderung wurde sogar an den Toilettenhalt gedacht. Nun marschierten wir der linken Talflanke des Schächentals entlang taleinwärts mit nunmehr keinen nennenswerten Höhenunterschieden mehr via Selez, Alpstübli, Ruegig zum Skihaus Edelweiss. Nach insgesamt gut drei Stunden Wanderzeit war mit dem Berggasthaus Edelweiss unser Zielpunkt für das Mittagessen erreicht - wir wurden bereits erwartet zum vorbestellten und ausgezeichneten Mittagessen.
Nach dem Mittagessen noch ein kurzer Marsch auf dem Suworow-Weg zur Bergstation und schon fuhren wir in kleinen Gruppen mit der Gondelbahn von Kinzig Biel nach Brügg hinunter. Auf der Talfahrt staunten wir ob den Wildheueten an den steilen Bergflanken des Rophaien mit seinem weiss leuchtenden Gipfelkreuz. Am Rophaien erstreckt sich eines der grössten Wildheugebiete der Schweiz. Das Heu wird zu 50 kg schweren "Pinggeln" gestopft und am Heuseil montiert, fliegen diese "Pinggeln" ins Tal runter. Da wir mit knapp über 3 Stunden Wanderzeit die offizielle Vorgabe leicht unterschritten hatten (da soll mal einer sagen, Senioren seien langsame Wanderer!), reichte es gar für Einige nochmals zu einer Einkehr.
Zuerst mit Postauto - vorbei an Wilhelm Tell's Wohngebiet Bürglen und seinem Denkmal in Altdorf - zurück nach Flüelen, dann mit Zug über Zürich HB zurück nach Bremgarten. Im Restaurant Bahnhöfli liessen wir den einmaligen Wandertag nochmals Revue passieren. Lieber Hansueli, lieber Guido, ganz herzlichen Dank für den unvergesslichen und wunderschönen Wandertag. Im Alter muss man nicht einsam in den eigenen Wänden sitzen. Chum mit öisä PS-Wandergruppä eifach mit! Pro Senectute Beratungsstelle Wohlen: Tel.-Nr. 056 622 75 12. (hsc)