Laufenburg

Bekämpfung von invasiven Neophyten im Gemeindebann Laufenburg

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Neophyten sind Pflanzen, die bei uns nicht heimisch sind. Sie wurden im Laufe der Jahrhunderte absichtlich eingeführt oder versehentlich eingeschleppt. Mehr als 500 Neophyten gibt es in der Schweiz. Die Mehrheit dieser fremden Pflanzen hat unsere Flora bereichert. Etwa vierzig Arten sind jedoch schädlich, weil sie die Gesundheit der Menschen beeinträchtigen können oder durch ihr Wuchern andere Pflanzen bedrohen. Diese sogenannt invasiven Neophyten sollten regelmässig bekämpft werden, damit sie nicht zu stark überhandnehmen.

 Theo Obrist, Präsident des Naturschutzvereins Sulz-Laufenburg (NVSL) musste in letzter Zeit feststellen, dass sich auch im Gemeindegebiet von Laufenburg verschiedene Arten der invasiven Neophyten breit machen. Kurzfristig stellten sich zehn Leute aus der Arbeitsgruppe «rund um sulz» und vom NVSL für einen halben Tag zur Verfügung, um den ungeliebten Pflanzen auf den Leib zu rücken.

 In Absprache mit Förster Andreas Bühler wurde im Gebiet Sulger das Drüsige Springkraut ausgerissen und in der Grünabfuhr deponiert. Entlang des Rheinuferwegs zwischen Rheinsulz und Laufenburg musste das massenhaft auftretende Jakobskreuzkraut entfernt werden. Dasselbe Schicksal blühte auch dem Japanknöterich entlang des Bachbords von Obersulz. Weitere Arbeitsgebiete gab es in Bütz beim Schwesternhaus und im Naturschutzgebiet Chessler. Jakobskreuzkraut und Japanknöterich werden der Kehrichtverbrennung zugeführt. Nur so kann verhindert werden, dass sie sich versamen oder dass kleinste Pflanzenteile des Japanknöterichs wieder zu wachsen beginnen. Zum Abschluss offerierte der NVSL im Rheinsulzer Fischergut ein Zobig.

 Eine Ausrottung der invasiven Neophyten ist übrigens unmöglich. Lediglich durch eine regelmässige Bekämpfung kann deren Weiterverbreitung eingeschränkt oder verhindert werden. Wegen der Versamung ist allerdings das Frühjahr der günstigste Zeitpunkt für die Bekämpfung. Nach diesem ersten Versuch, wird deshalb der NVSL im Frühjahr 2021 erneut eine Aktion starten und hofft jetzt schon auf zahlreiche freiwillige Helferinnen und Helfer.

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