Lengnau (AG)

Bei der Königin des Friedens in Medjugorje

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Freundinnen und Freunde des Rosenkranzgebetes pilgerten nach Medjugorje.

Los ging es an einem prächtigen Herbsttag, und das Ziel war der Marienwallfahrtsort Medjugorje in Bosnien Herzegowina. Die Pilgerschar wurde von Pater Rolf Schönenberger, Wil SG und Father Thai Hung Nguyen aus Amerika Saginaw, Michigan, begleitet und vom Reiseunternehmen Eurobus in Windisch, chauffiert.

Die Reise führte über Luzern, durch den Gotthardtunnel ins Tessin, über Mailand und Triest nach Kroatien. In Crivenica im Hotel Kastel wurden die Zimmer bezogen zur Übernachtung. Am Hotel angrenzend wurde in der Kirche die Hl. Messe mit Pater Rolf gefeiert. Nach dem Abendessen konnten die Pilger bei klarem Sternenhimmel den Strand geniessen. Am folgenden Tag ging die Fahrt weiter der Küste entlang nach Zadar. Dann fuhr man auf der Autobahn weiter bis nach Medjugorje.

Unterwegs durch die wunderschöne, wilde und steinige Landschaft erfuhren die Pilger von der Geschichte Medjugorjes und den Ereignissen die zur Entstehung des Wallfahrtsortes führten.

Friede und nur Friede

 In Medjugorje (Citluk, Bosnien und Herzegowina) bezeugen sechs Seher, standhaft unter Eid, dass ihnen seit dem 24. Juni 1981 die heilige Jungfrau Maria (oder „Gospa “ wie sie die einheimische Bevölkerung liebevoll nennt) fast täglich erscheine. Am erwähnten Tag sahen 6  Kinder auf dem Berg Podbrdo eine wunderschöne, junge Frau mit einem Kind auf ihren Armen. Die Kinder waren sich sicher, dass es die Muttergottes war. Sie war unbeschreiblich schön, fröhlich und lächelte. Am dritten Tag sagte sie: „Ich bin die selige Jungfrau Maria.“ Am gleichen Tag, während die Kinder den Erscheingungsberg hinuntergingen, erschien die Muttergottes noch einmal, diesmal aber nur Marija,  und sagte: „ Friede, Friede, Friede und nur Friede!“ Hinter ihr erhob sich ein grosses Kreuz. Dabei wiederholte sie noch zweimal unter Tränen: „Der Friede soll zwischen Gott und den Menschen und unter den Menschen herrschen!“.

Rosenkranz, Beichte und Messe

In Medjugorje angelangt bezogen die Pilger im Hotel International für fünf Nächte ihre Zimmer. Um 17 Uhr besammelten sich vor der Kirche 10‘000 Pilger aus aller Welt, mit den Schweizerpilgern, um am Abendprogramm teilzunehmen.  Zuerst wurde der Rosenkranz gebetet und man konnte das Beichtsakrament empfangen. Auf den Sprachschildern vor den über 100 Priestern, die sich zur Verfügung stellten, war zu lesen: deutsch, englisch, italienisch, kroatisch, arabisch, russisch usw. Um 18 Uhr wurde die Hl. Messe gefeiert. Darauf folgte das Heilungsgebet und der dritte Rosenkranz wurde gebetet. Nach dem Abendprogramm traf man sich in einem Restaurant, um bei einer Pizza und einem Glas Wein, den Abend gemütlich zu beenden.

Bei einer Erscheinung

Die Erscheinungen in Medjugorje halten bis heute an. Am folgenden Tag war man bei einer dabei und erwartete dafür die Seherin Mirjana Soldo am blauen Kreuz am Podbrdo. Über 70‘000 Pilger waren vor Ort. Vor der Erscheinung wurde der Rosenkranz gebetet. Dann wurden alle still, sodass man eine Nadel hätte fallen hören. Der bedeckte Himmel ging auf und die Sonne tanzte für einige Augenblicke am Himmel. Dann wurde die Botschaft der Muttergottes auf Kroatisch, Italienisch und Englisch bekannt gegeben.

An den folgenden Tagen besuchte man den Kreuzberg Krizevac, eine Gebetsstätte, und das Grab von Pater Slavko Barbaric, einem Kämpfer für die Anerkennung Medjugorjes als Wallfahrtsort. Pater Slavko war auch der Gründer, der nach den Kriegszeiten 1992 das Mutterdorf ins Leben gerufen hatte. Es kam auch zu einem Besuch bei der Gemeinschaft „Cenacolo“ einem Haus für junge Menschen in Krisensituationen, besonders für Drogenabhängige. Diese Gemeinschaft wurde am 16. Juli 1983 von der italienischen Ordensschwester Elvira Petrozzi gegründet. In Saluzo, in der Nähe von Turin wurde das erste Haus eröffnet. Die Gemeinschaft zählt heute über 70 Häuser in Italien und der ganzen Welt, und darunter ist eben auch eines in Medjugorje.

Abschluss in Como

Nach einer wunderschönen und gnadenreichen Zeit musste man Abschied nehmen von der „Gospa“ und die zweitägige Rückreise wurde angetreten mit dem Eurobus. Am letzten Reisetag feierten die Pilger mit Pater Rolf und Father Thai in Como, im Kloster Monastero della Visitazione, die Hl. Messe am Grab der Dienerin Gottes, Schwester Benigna Consolata Ferrero.  Die Pilgergruppe verband sich dabei mit der Gebetsveranstaltung „Rosary around Schwitzerland“, (Rosenkranz in der ganzen Schweiz) und sagte  Lob und Dank, dass rund 4000 Beter in allen Kantonen der Schweiz an diesem Tag den Rosenkranz beteten.

Lengnau, 30.10.2019

Marianne Baldinger-Lang

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