Baumpflanzaktion im Erlinsbacher Hard

Auf dem Gelände des Biohofs Egghof der im Besitz der Familie ist und von Michael Gugger und Daniela Marolf bewirtschaftet wird, wurde über das Osterwochenende eine beispielhafte Baumpflanzaktion durchgeführt.

In zwei Tagen wurden von Helfern der Familie Roth und vom Naturschutzverein Erlinsbach 90 diverse Hochstammobstbäume gepflanzt. Im Detail 57 Apfelbäume, 5 Birnbäume, 11 Zwetschgenbäume, 4 Nussbäume und 13 Edelkastanien. Wobei darauf geachtet wurde, robuste Sorten zu pflanzen, die nach Möglichkeit nicht gespritzt werden müssen. Das Wetter half nicht immer dabei, es leicht zu haben bei der Arbeit. Nass, kalt und windig das Wetter, schwer und klebrig die Erde, die um die Wurzeln geschaufelt werden musste. Zuerst aber mussten die Wurzeln der Bäume zum Schutz gegen die Mäuse in Gitter eingepackt werden. Kein noch so kleines Loch durfte sein. Bei den Nussbäumen war es einfacher, die brauchten kein Mäuseschutzgitter, weil sie eigene Abwehrstoffe entwickeln. Am zweiten Tag war das Wetter schöner und die Arbeit etwas leichter. Dennoch brauchte es Kraft und Einsatz. Am Schluss wurden die Stämme zum Schutz vor Wildfrass mit Plastikröhren eingepackt und ein Holzpfahl wurde eingeschlagen, um die jungen Bäume vor dem rauen Westwind zu schützen der stets kräftig über diese erste Jurahöhe zieht.

Die Erde im Hard ist speziell, auf der einen Seite sehr lehmig, auf der anderen Seite eher steinig. So müssen die Bäume nun auf diesem Terrain wachsen, unterstützt von den Bauern, die sie tränken, mit Kompost versorgen und vor den Weidetieren schützen. Um jeden Baum wird ein stromführender Stoppdraht erstellt, damit die Tiere nicht an die Bäume gehen. Ein Experte der Vogelwarte Sempach wird sich die Lage ansehen und Tipps geben für optimale Standorte für Nisthilfen von Vögeln, die man fördern will und für die besten Standorte für Ast- und Steinhaufen.

Die Arbeit war hart, manch einer kam ins Schwitzen. Doch es war für einen guten Zweck und mit Stolz konnte man nach getaner Arbeit die Reihen der frischgepflanzten Bäume betrachten. Für Speis und Trank war gut gesorgt, zum Znüni gabs einen Kaffee oder Tee und Selbstgebackenes, zum Zmittag ein feines von Daniela gekochtes Mittagessen und Kuchen, auch zum Zvieri gabs wieder was Feines, sei es eigener Most vom Hof oder ein feines Schlücklein Wein. Für die Helfer wird’s ein kleines Präsent für jeden geben, natürlich vom Bauernhof.

Nun gilt es, gut für die Bäumlein zu sorgen, damit sie in ein paar Jahren Früchte tragen. Das werden die Familie Roth und Michael Gugger sicher mit Herzblut machen, denn sie sind Bauern, denen der Biohof Egghof ans Herz gewachsen ist. Das kann man auch auf der Webseite des Hofes sehen, die viel Interessantes darüber zeigt: www.biohard.ch.  Man kann auch das Interesse der Bauern an der Natur erkennen, wenn man sieht, wie sie sich darum sorgen, dass zum Beispiel die von Vandalen abgeholzten Büsche und Bäume auf der Ramsfluh wieder aufgeforstet werden! Wer macht sich sonst schon Gedanken um solche Sachen? Im Ganzen eine tolle Aktion, die viel Arbeit, aber auch Freude bereitete.

Danke allen Helfern und Initianten.