An Dietikon fährt man als Wettinger normalerweise einfach vorbei. Am vergangenen Samstag war es jedoch anders, denn die EVP Ortspartei Wettingen und wurde in Dietikon von Daniela Wirth begrüsst. Sie ist offizielle Stadtführerin von Diektion und in der Geschäftsleitung der EVP Schweiz. Dabei fanden wir überraschende Spuren und Anregungen.

Spuren: 1259 verkauft Rudolf von Habsburg seinen Besitz in Dietikon für 540 Gulden an das Kloster Wettingen. Das Kloster prägt in der Folge das Dorf bis in das 17. Jahrhundert. Das Stella-Maris Klosterwappen ist noch heute in einer Seitenkapelle der  Kirche St. Agatha und auf einer Brunnenfahne an der Reppisch zu finden. Bis zum Einzug der Franzosen um 1798 gehörte Dietikon zur Grafschaft Baden. Im Zusammenhang mit der Mediationsverfassung bewarb sich der Ort bei Napoleon um die Zugehörigkeit zum Kanton Zürich. 

Anregendes: Der von Prof. Ueli Zbinden als Gesamtkonzept entworfene Zentrumsplatz verbindet den zum Ausruhen einladenden Kirchenvorplatz mit dem hektischen Marktplatz. Die transparent bedeckte Freiluft Markthalle mit den schliessbaren Seitenwänden hat den Prix Acier 07 bekommen. Das Gelingen dieses Zentrumsplatzes brauchte 14 Jahre Zeit. Immer wieder gab es Einsprachen und auch ein vom lokalen Künstler, Bruno Weber, entworfener Delfinbrunnen wurde abgelehnt. Heute wird diese gelungene Infrastruktur gerne für Anlässe benutzt und hat sich zu einem lebendigen Treffpunkt entwickelt. 

Susi Streichenberg, Andreas Rufener