Wiederum gelang es am vergangenen Sonntag dem „Forum Kultur“ der Reformierten und der Katholischen Kirchgemeinde mit der Verpflichtung des „Duo Paganini“ das hohe Niveau dieser Konzertreihe weiterzuführen. Alexandre Dubach als einer der renommiertesten Paganini-Interpreten unserer Zeit, und David Zipperle als gefragter Gitarrenvirtuose begeisterten das zahlreich erschienen Publikum mit dem stimmigen Programm, das sowohl Werke von Niccolo Paganini wie auch von Isaac Albeniz, Francisco Tarrega und Pablo de Sarasate als Vertreter der spanischen Nationalmusik einschloss.

Das „Duo Paganini“ bestach durch die Ausgewogenheit von Violine und Gitarre auch in den extrem virtuosen Passagen voller Höchstschwierigkeiten, die mit Eleganz, Humor und hoher Musikalität interpretiert wurden. Wenn auch die Werke Paganinis und de Sarasates oft auf reine Virtuositätsliteratur reduziert werden, so zeigten doch  -- in der einfühlsamen Darbietung des „Duos Paganini“  --  die Sonaten op. 3 und die Romanze für Violine und Gitarre den „Teufelsgeiger“ Paganini von seiner Seite als  melancholischer Komponist. Erwartungsgemäss wurden Paganinis mit unglaublichen Schwierigkeiten versehene  „Moses-Fantasie“ über ein Thema von Rossini, gespielt von Alexandre Dubach auf der G-Saite,  als Bravourstück für Violine solo  zum  Höhepunkt,  ebenso auch die berühmten „Zigeunerweisen“ von Pablo de Sarasate,“ dem spanischen Paganini“. Als eine zusätzliche Bereicherung erwiesen sich auch das „Capricho Arabe“ von Francisco Tarraga und das berühmte „Asturias “ von Isaac Albeniz für Gitarre solo, beides virtuose Werke, von David Zipperle mit Brillanz und hoher Musikalität vorgetragen.

Das faszinierte Publikum forderte mit kaum endendem Beifall drei Zugaben: Zur Überraschung fügte sich der 12jährigen Jonathan Zipperle, der Gewinner des schweizerischen Jugendmusikwettbewerbs  in Fach Violine, blendend ins „Duo Paganini“ ein. Nach de Sarasates „Navarra“, einem Arrangement für zwei Violinen und Gitarre, dem Czsardas von Vittorio Monti und dem Ave Maria von Franz Schubert endete der Abend in Jubel und Ovationen für die Ausführenden.