Am 23. August 2012 haben sich 55 Personen der Ref.Kirchgemeinde Umiken und der Kath.Pfarrei Brugg (Seelsorgestelle Brugg-Nord) auf den Spuren von Jeremias Gotthelf ins Emmental aufgemacht.

Jeremias Gotthelf 1797-1854 (mit richtigem Namen Albert Bitzius) kam im Jahr 1831 nach Lützelflüh und war dort bis zu seinem frühen Tod 1854 (mit 57 Jahren) Pfarrer und Schriftsteller. Er hat sich vor allem gegen die Ausbeutung der armen Bevölkerung und gegen Verding-kindertum eingesetzt.

In der Kirche Lützelflüh konnten wir den Stundenglasbehälter an der Kanzel bewundern, welcher Pfr. Albert Bitzius während seiner Predigten gerne noch mal umdrehte, sodass sie etwa 1 ½ Stunde dauerten…      Der Schriftsteller J.Gotthelf muss in seiner Studentenzeit eine schlecht leserliche Schrift gehabt haben, denn ein Lehrer an der Uni sagte seiner Mutter:„Sagt doch euerm Sohne, er solle schöner schreiben lernen, er schreibt wie eine Sau.“ (aus Sämtliche Werke. Erlenbach-Zürich: Rentsch 1921-77, Ergänzungsband 18, S. 13f)

Oberhalb der Kirche konnten wir das frisch (11.Aug.2012) eröffnete „Gotthelf Zentrum Emmental-Lützelflüh“ mit seinen vielen Exponaten bewundern. Frau V.Hofer (guide) gab uns eine sehr interessante Einführung ins Leben von diesem wichtigen Volksschriftsteller der Schweiz. An seinem Geburtshaus (Pfarrhaus) in Murten ist folgende Gedenktafel angebracht:Hier wurde am 4.Oktober 1797 geboren der Volksschriftsteller Jeremias Gotthelf – Albert Bitzius. „Im Hause muss beginnen, was leuchten soll im Vaterland“

Mit einem Emmentaler Zvieri-Teller in Restaurant Ochsen Lützelflüh wurde einen feinen kulinarischen Schlusspunkt der Reise gesetzt.

von Pfr. Matthias Schüürmann, Umiken 24.8.2012