Am Sonntag, 16. September, folgten über 60 Interessierte der Einladung der beiden SP-GrossratskandidatInnen Gabriela Suter und Jürg Knuchel zur Exkursion «Biber machen Politik». Die Erkundung der Auenlandschaft an der Aare stand unter der fachkundigen Führung von Peter Jean-Richard von der Arbeitsgruppe Umwelt der SP Aarau. Die Teilnehmer, darunter zahlreiche Familien mit Kindern, folgten Jean-Richard durch zum Teil unwegsames Gelände in der renaturierten Auenlandschaft. Der Weg führte von der Aare-Brücke des Staffeleggzubringers durch dichtes Schilf, vorbei an Grundwasser-Teichen, entlang von Bachläufen und auf Waldwegen – überall dort, wo die wachsende Biberpopulation ihre Spuren hinterlässt: man entdeckte abgenagte Äste, gefällte Bäume, einen Biberbau sowie unzählige Bibertunnels und -wege ins Wasser. Das Motto der Exkursion «Biber machen Politik» wurde den Teilnehmern spannend und unterhaltsam vermittelt. Es ging um die politischen Herausforderungen in den Bereichen Jagd, Forst- und Landwirtschaft sowie Naturschutz aufgrund des Wachstums der Biberpopulation in der Region Aarau. Denn der unter Schutz stehende Nager ist für viele Veränderungen der Landschaft verantwortlich, z.B. wird durch das Stauen von Gewässern durch den Biber der Grundwasserspiegel angehoben. Das bringt Probleme in der Landschaft mit sich, da die Felder an der Aare dann zu feucht werden. Auch die Energiewirtschaft ist betroffen: durch den Biber gefällte Bäume verstopfen die Rechen der Wasserkraftwerke. Nutzungskonflikte, zu denen nun auf kantonaler und Gemeindeebene tragfähige Lösungen ausgehandelt werden müssen, wie Gabriela Suter in ihrer Schlussrede betonte. Den Teilnehmern wurde klar: Biber machen wirklich Politik – und es gibt keine Patentlösung. Nach der Exkursion diskutierte man noch lange angeregt beim Apéro mit Wurst und Brot, offeriert von den beiden SP -GrossratskandidatInnen.