Laufenburg

Auf den Spuren des Bibers

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Jeden Herbst führt der Natur- und Vogelschutzverein Sulz (NVS) eine Bike-Tour durch, die einem naturkundlichen Thema gewidmet ist. Dieses Jahr führte die Tour zum Lau-fenburger Zollamt, wo die sportliche Schar von „Bibervater“ Gert Philipp erwartet wur-de. Das Jahr 1705 sei für den damals über ganz Europa verbreiteten Biber zum Ver-hängnis geworden, erzählte Philipp. Damals habe man wegen seiner Schuppen am Schwanz fälschlicherweise festgestellt, dass der Biber ein fischähnliches Tier sei und deshalb auch während der Fastenzeit gegessen werden dürfe. Die darauf folgende Bejagung führte zu einer fast gänzlichen Ausrottung dieses seltsamen Tieres. Ab 1955 habe man Bibereinsetzungsmassnahmen eingeleitet und 1991 konnte man am Rhein bei Laufenburg erstmals wieder Biber beobachten.

Viel Wissenswertes erzählte Gert Philipp der interessierten Biker-Schar, so etwa, dass der Biber über einen dichten Pelz verfügt, der bis zu 23‘000 Haare pro Quadratzentimeter aufweist. Das dem Leben im Wasser angepasste Tier reguliere seine Körper-temperatur mit Hilfe des als Flosse ausgebildeten Schwanzes. Täglich fresse er rund 500 Gramm Rinde. Wegen der Schäden, welche der Nager anrichtet, ist er nicht überall gerne gesehen.

Auf dem Rückweg zeigte dann Werner Schraner bei den Rheinsulzer Buhnen, den „Arbeitsplatz“ eines Bibers, der dort seit wenigen Wochen am Werk ist. Ein rund zwan-zig Zentimeter dicker Baum wurde gefällt und anschliessend Stück für Stück zerlegt. Die einzelnen Baumteile schleppte der Biber auf einem gut sichtbaren Trampelpfad hinunter zum Rhein.

Die spannende Rundfahrt mit dem NVS Sulz fand traditionellerweise ihren Abschluss mit einem gemütlichen Beisammensein, wo das Erlebte nochmals ausgiebig diskutiert wurde.

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