Atemschutzgeräteträger aus der Schweiz und dem benachbarten Deutschland trafen sich Ende Oktober in Möhlin. 30 Zweiertrupps gingen an den Start und absolvierten einen Parcour als grenzüberschreitende, internationale Teamarbeit.

Bereits seit mehr als zehn Jahren führen die Feuerwehren aus Rheinfelden (CH) und Rheinfelden (D) gemeinsame Atemschutzwettkämpfe durch. Die Feuerwehr Möhlin machte dies auch bis vor einigen Jahren, musste das Vorhaben aber mangels Teilnehmer wieder aus dem Jahresprogramm streichen. Vor drei Jahren konnten die erwähnten Feuerwehren anlässlich einer gemeinsamen, regionalen Beschaffungsaktion, Typengleiche Atemschutzgeräte einkaufen. Dies war der Anstoss, dass die Atemschutzabteilungen Möhlin und Rheinfelden (CH) die Übungen fortan gemeinsam bestritten. Somit stand den Atemschutzgeräteträgern aus Möhlin die Teilnahme an einem Parcour wieder offen. Dieses Jahr war es dann soweit und die Feuerwehr Möhlin stand in der Pflicht den Anlass auszutragen.

Am Freitag, 30. Oktober trafen sich 60 Atemschutzgeräteträger vor dem Feuerwehrmagazin in Möhlin. Die Angetretenen formierten sich aus den Feuerwehren von Möhlin, Rheinfelden (CH) und diversen Atemschutzabteilungen der Feuerwehren um Rheinfelden (D), sowie des deutschen Technischen Hilfswerk (THW). Die Wettkampftrupps durften sich selbständig formieren. Einzige Bedingung hierbei war, dass immer ein Kollege aus Deutschland mit einem Kollegen aus der Schweiz gemeinsam an den Start ging. Der Verantwortliche der Feuerwehr Möhlin, Oblt Alex Wehrli, erklärte den Ablauf und schon durfte der erste Zweiertrupp unter Atemschutz zum Parcour abmarschieren. Insgesamt acht Posten mussten in der Gemeinde angelaufen und bestritten werden. Am ersten Posten mussten die Teams mittels einer Walze Wasser aus einem Schlauch pressen. Beim zweiten Posten durfte eine Zielscheibe nicht verfehlt werden und die Sanität stand beim dritten Posten bereit. Dort lag eine bewusstlose Person am Boden, welche richtig gelagert und betreut werden wollte. Wesentlich bequemer ging es, zumindest für jeweils einen Atemschutzgeräteträger, am vierten Posten zu und her. Dieser durfte sich von seinem Kollegen in einer Schubkarre durch einen Slalom schieben lassen. Weitere Etappen waren ein Basketballkorb, ein Wasserspiel ab Hydrant und die guten alten Eimerspritzen. Der achte und letzte Posten war dann das Finale. Eine fast 70 Kilogramm schwere Puppe musste über diverse Hindernisse transportiert werden. Nun waren die Atemluftflaschen der Geräte fast leer und die Trupps erreichten das Ziel.
Im Feuerwehrmagazin standen Tische und Bänke bereit und die mobile Küche der Rheinfelder Feuerwehr, unter der Leitung von Thomas Grunz, sorgte für das leibliche Wohl.
Auf das Podest durften dieses Jahr folgende Personen:
Einzelwertung: 1. Bachmann Christian (Möhlin), 2. Mechler Sebastian (Rheinfelden CH), 3. Fricker Marius (Möhlin)
Teamwertung: 1. Fricker Marius (Möhlin), Kuny Markus (Nordschwaben D), 2. Delz Reto (Möhlin), Mangold Urs Willi (Rheinfelden D), 3. Bärtschi Michi (Möhlin), Müller Martin (Karsau)

Alex Wehrli blickte als Verantwortlicher erfreut zurück: „Es sei zwar eine grosse und zeitintensive Arbeit gewesen die sich aber sicherlich gelohnt habe." Wehrli bedankte sich auch für die grossartige Unterstützung der Jugendfeuerwehren aus beiden Rheinfelden und die Mithilfe des Verkehrsdienstes der Feuerwehr Möhlin.

Christian Sägesser
Presseverantwortlicher FW Möhlin