Vom 13. bis 28. September 2014 fand in Montpellier (Frankreich) die Weltmeisterschaft im Rettungsschwimmen („Rescue 2014“) statt. Die Weltmeisterschaft des Rettungsschwimmsports wird alle zwei Jahre ausgetragen und die Sektion Baden-Brugg war mit einigen Athletinnen und Athleten am Wettkampf vertreten. Vom 14. bis 17. September 2014 zeigten die Master-Teams (alle Teilnehmer ab 30 Jahren) und vom 16.-17. September 2014 die Nationalteams ihr Können, worauf schliesslich vom 22.-28. September 2014 die Wettkämpfe der Interclub-Teams anstanden.

Das Master-Team (alle Teilnehmer ab 30 Jahren) bestand dieses Jahr aus neun Personen und setzte sich aus verschiedenen Sektionen zusammen: Michael Beck, Marco Rietmann, Christoph Zehnder, Barbara Zehnder (alle aus der SLRG Baden-Brugg), Brigitte Wanger und Heinz Wanger (SLRG Wädenswil), Susi Troxler (SLRG Hallwilersee), Birgit Blum (SLRG Innerschwyz) und Jörg Senften (SLRG Bauma).

Der Wettkampf wurde im Pool gestartet, wo bei den Masters die Mannschaften aus Deutschland dominierten. Den Damen des Master-Teams gelang es jedoch, sich die Bronzemedaille in der 4x50m Hindernis-Staffel zu ergattern, während das Team Blum/Wanger sich die Silbermedaille in der Disziplin „Linw Throw“ (Leinenwurf) holte. Bei den Einzeldisziplinen sicherte sich Heinz Wanger den zweiten Platz in 100m Manikin Tow (100m Retten einer Puppe mit Gurtretter und Flossen). Ansonsten erzielten alle Masters fast ausschliesslich Ränge unter den ersten zehn Schlussrängen und waren somit mit ihren Leistungen sehr zufrieden. Weiter ging es mit den Disziplinen, die am Strand und im Meer stattfanden. Am ersten Tag standen die Einzeldisziplinen auf dem Programm, die in drei Wettkampf-Arenas durchgeführt wurden. Hier überzeugten vor allem die australischen Teilnehmer. Wie schon bei den Pool-Events erzielte das Master-Team auch hier diverse Plätze unter den zehn besten Schlussrängen. Barbara Zehnder schwamm gar auf den zweiten Platz in der Disziplin „Surf Race“ (Brandungsschwimmen). Besonders zu erwähnen noch der ausgezeichnete vierte Rang von Michael Beck in der Disziplin Beach Flags. Zum krönenden Abschluss holte sich schliesslich Brigitte Wanger in der Disziplin „2km-Strandlauf“ die Goldmedaille.

Gleich im Anschluss an die Wettkämpfe der Master-Teams standen die Wettkämpfe der Nationalmannschaften auf dem Programm. Die detaillierten Resultate und Angaben zu den Teams sind auf der Webseite der Schweizerischen Lebensrettungsgesellschaft zu finden: www.slrg.ch.

Im Anschluss an die Wettkämpfe der Nationalteams zeigte die SLRG Baden-Brugg in den Interclub-Weltmeisterschaften vom 22.-28. September 2014 ihr Können. Die Sektion war mit zwölf Athletinnen und drei Betreuerinnen am Wettkampf vertreten, wo zuerst drei Tage im Pool und anschliessend drei Tage im Meer die Weltmeisterschaften stattfanden. Die SLRG Sektion Baden-Brugg beendete die Weltmeiterschaft als bestes Schweizer Team, mit starken Leistungen im Pool und im Freigewässer. Gleich am ersten Tag erkämpfte sich das Weltmeister-Duo von 2012, Manuel Zöllig und Tobias Schnetzler, im Line Throw den 13. Schlussrang und verpasste damit die Finalqualifikation nur um sieben Zehntelsekunden. Einen neuen Vereinsrekord gab es zudem in der 4x25m Puppenstaffel der Herren durch Cyrill Albus, Thomas Schilling, Tobias Schnetzler und Manuel Zöllig.

Am letzten Pooltag gab es einen neuen Schweizerrekord durch Annika Lindenmeyer in der Disziplin 200m Superlifesaver (75m Freistiel, 25m Puppe, 50m Flossen, 50m Flossen mit Gurtretter und Puppe). Im Freigewässer verpasste das Team aus Baden-Brugg eine Sensation nur um Haaresbreite: In der Oceanman Relay (jeweils 1 Schwimmer, 1 Boarder, 1 Surfskifahrer und ein Sprinter, die eine Teilstrecke absolvieren) überstanden die Jungs aus dem Wasserschloss die Vorläufe locker und mussten sich erst im Halbfinale mit dem neunten Rang verabschieden. Nur die besten acht Teams der beiden Halbfinalläufe kommen ins Finale, wo die absolute Weltspitze um den Sieg in dieser prestigeträchtigen Disziplin kämpfen. Der Sieg ging an das Profi-Team aus Northcliffe, Australien.