Oberkulm

Apéro fédéral-REGIONAL in Oberkulm

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Apéro fédéral - REGIONAL!

Apéro fédéral - REGIONAL!

Am vergangenen Freitag war Pascale Bruderer Wyss noch im Ständeratssaal mit den Schlussabstimmungen der Sommersession beschäftigt – und tags darauf stand sie der interessierten Öffentlichkeit bereits Red und Antwort: Gemeinsam mit der Gemeinde Oberkulm lud die Aargauer Ständerätin zum „Apéro fédéral – REGIONAL“ ein. Die Veranstaltung stiess auf reges Interesse, wohl auch aufgrund brisanter Themen wie der „Lex USA“. 

 Die bereitgestellten Sitzgelegenheiten reichten nicht aus, deutlich über 50 Personen fanden den Weg nach Oberkulm in die Wynenschulanlage und es mussten weitere Stühle aufgereiht werden. Zwei Gebärdensprachdolmetscherinnen übersetzten die Veranstaltung für die gehörlosen Anwesenden. Der Gemeindeammann, Edmund Studiger, hiess Pascale Bruderer Wyss in seiner Grussbotschaft herzlich willkommen und blickte mit ihr auf den „Wetten, dass… Abend“ der Musikgesellschaft Oberkulm zurück, an welchem sie 2011 mit grosser Freude mitgewirkt hatte.

 Im Zentrum der anschliessenden Ausführungen stand weder Parteipolitik noch eine einseitige Schilderung der Sessionsgeschäfte. Vielmehr beleuchtete die Ständerätin Vorzüge und Nachteile verschiedener politischer Geschäfte und erklärte, warum welche Entscheidungen zustande gekommen waren. Das aus Sicht der SP-Ständerätin bedauerliche Scheitern der IV-Revision, die speziell aus Aargauer Sicht erfreulichen Bahninvestitionen FABI und die UNO-Behindertenkonvention waren dabei ebenso Thema wie die energiepolitischen Massnahmen im Rahmen der vorgezogenen „Energiewende light“.

Mit der Lex USA hatte sich das Parlament besonders schwer getan – auch Pascale Bruderer Wyss. Zwar hatte sie am Ende der ständerätlichen Beratung aufgrund einer Risikoabwägung der Vorlage zugestimmt. Diese hätte sie aber lieber gar nicht erst beraten: sie stimmte Nein beim Eintreten, weil sie die Meinung vertritt, dass es beim gegebenen Informationsstand nicht richtig sei, dem Parlament unter dem Druck eines anderen Landes ein solches Gesetz zu unterbreiten. Sie erläuterte die Stellungnahme des Parlaments, die den Handlungsspielraum des Bundesrats, den Steuerstreit selber einer Lösung zuzuführen, möglichst offenhalten wollte. 

 Die Zuschauerinnen und Zuschauer diskutierten mit und stellten ihrer Standesvertreterin zahlreiche Fragen. Über diesen regen Austausch hoch erfreut zeigte sich Pascale Bruderer Wyss: „Die Teilnahme an Kommissions- und Ratssitzungen erachte ich nur als einen Teil meiner Aufgaben als Parlamentarierin. Ebenso wichtig – und aus meiner Sicht noch interessanter – ist der regelmässige Austausch mit der Bevölkerung.“ Mit dieser halbjährlich stattfindenden Sessionsveranstaltung, möchte sie deshalb die Politik in Bundesbern etwas näher an die Aargauerinnen und Aargauer herantragen. Am letzten Samstag ist ihr das mit Sicherheit gelungen. Das Publikum war sehr zufrieden, es startete bestens informiert und noch dazu gestärkt durch ein feines Apérobuffet in das Wochenende.

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