Balsthal

Appenzeller Brauchtum hautnah erlebt

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Foto: Matthias von Burg

Gruppenbild im Hauptort Appenzell

Foto: Matthias von Burg

Nach dem Gastauftritt des Hackbrett-Trios „Anderscht“ an einem Winterkonzert der Musikgesellschaft Konkordia Balsthal war innerhalb des Vereins das Interesse geweckt worden, für einmal das Heimatland der traditionellen Appenzeller Hackbrettmusik persönlich kennen zu lernen. So machten sich heuer 36 Personen im Rahmen einer Vereinsreise auf in die Ostschweiz.

Nach einem ersten Kaffeehalt gings zuerst zur Firma Appenzeller Alpenbitter AG. Dabei wurde nicht nur das beliebte Aperitif-Getränk von seinem geschichtlichen Hintergrund her näher gebracht, sondern auch sinnlich mit einer ausgiebigen Degustation. Der 10-minütige Spaziergang durch den malerischen Ortskern von Appenzell führte die Gruppe zum Gasthof Hotel Hof. Mit Appenzeller Käseknöpfli, hausgemachter Hackbraten, Försterrösti mit Champignons und frischen Bergkräutern verköstigt, stand am Nachmittag der Besuch in der Kulturwerkstatt Appenzellerland in Herisau auf dem Programm.

In einer lehrreichen Präsentation, erweitert mit musikalischen Kostproben, erhielt man detaillierte Einblicke in das Handwerk des Hackbrettbaus von Werner Alder. Besonders interessierten Musikantinnen und Musikanten war es vergönnt, sich selber auf diesem einzigartigen Saiteninstrument zu versuchen. Im Wissen, dass auch auf diesem Instrument ohne Üben kein Erfolg vergönnt sein würde, legt man schon bald die Klöppel (auch Schlägel genannt) wieder zur Seite. Bereichert mit unzähligen Eindrücken und dankbar über die vorzügliche Reiseorganisation, welche Esther Probst, Regula und Hanspeter Linder innehatten, kehrte man gegen Abend wieder ins vertraute Thal zurück.

Ruedi Berger (Text)

Matthias von Burg (Foto)

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