Neben zahlreichen politischen Aktionen auf regionaler und kantonaler Ebene setzt Neuenhof auch auf die Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Nordwestschweiz. Gemeinsam ist ein grosser Prozess gestartet worden, bei dem der Mensch in Neuenhof im Zentrum steht. Es geht darum, offene Bedürfnisse und brachliegende Ressourcen sichtbar zu machen und miteinander in Verbindung zu bringen. Wo Menschen aufeinander aufmerksam sind, um zu geben, was sie geben können und um zu erhalten, wofür sie ein Bedürfnis haben, beweist sich die gelebte Nachbarschaft als trag- und zukunftsfähige Basis der Gemeinde.

Die Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) ist im vergangenen Jahr an den Gemeinderat gelangt. Das Institut für Geistes- und Naturwissenschaften unter der Leitung von Prof. Martin Klöti erkundigte sich nach dem Interesse der Gemeinde, für die Entwicklung einer lebendigen und tragenden Dorfgemeinschaft mit der Hochschule zusammen zu arbeiten. Der Gemeinderat hat nach eingehender Erwägung das Angebot der Hochschule einstimmig angenommen und Frau Gemeindeammann Susanne Schläpfer-Voser als Mitglied des Lenkungsausschusses delegiert.

Damit steigt die Gemeinde Neuenhof mit der FHNW in einen rund zweijährigen Prozess ein, in dessen Verlauf die Mitwirkung aller Einwohnerinnen und Einwohner von Neuenhof an der Entwicklung und Ausgestaltung grosser Themen zur Entfaltung kommen soll. Die Kultur und das Gesellschaftliche von Neuenhof werden damit dauerhaft bereichert werden. Die Aufwände der Fachhochschule muss die Gemeinde Neuenhof nicht tragen, das hochschulseitige Projektteam findet die Finanzierung von dritter Seite.

Im Zentrum der Arbeiten steht, die Bedürfnisse und Fähigkeiten der Menschen in Neuenhof umfassend zu erkennen und so zu entwickeln, dass eine langfristig tragende Gemeinschaft entsteht. Dazu tragen die einzelnen Persönlichkeiten ebenso bei wie Vereine, Gremien, Behörden und Quartiernachbarschaften. Sie alle sollen bei verschiedensten Gelegenheiten zu Worte kommen, ihre Beurteilung der Gegenwart und ihre Vorstellungen zur Zukunft einbringen können und Zugang zu verschiedenen entstehenden Wirkungskreisen haben, aus denen konkrete und eigendynamische Neuenhofer Lösungen, Prozesse und Projekte hervorgehen. Entscheidend ist, in diesem Prozess den Sinn zu schärfen für die Potentiale und Ressourcen, welche in Neuenhof unvermindert zur Verfügung stehen. Denn nur mit ihnen lässt sich die Zukunft der Gemeinde aktiv gestalten. 

Das Institut für Geistes- und Naturwissenschaften der FHNW erarbeitet über Engagements dieser Art Mittel und Methoden, um den gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Herausforderungen der Gegenwart gezielt tragfähige, alternative Modelle gegenüberzustellen. Die Gemeinde Neuenhof profitiert ihrerseits unmittelbar vom Prozess, der Erkennung des schlummernden und vielfältigen Potentials und der breiten Ermutigung und Befähigung, dieses durch breit angelegte Partizipation effektiv anzugehen.

Der Gemeinderat hat zugestimmt, dass das Projektteam in den bevorstehenden Sommermonaten mit den Neuenhoferinnen und Neuenhofern in Erfahrung bringt, wie es ihnen und der Gemeinde geht und was unter den Fingernägeln brennt. Leicht möglich also, dass Sie von den Angehörigen der FHNW zu einem vereinbarten Interview eingeladen werden oder spontan auf der Strasse angesprochen werden. Möglich auch, dass sich die Schule Neuenhof mit einem eigenen Projekt beteiligt, ebenso möglich, dass Sie in Zukunft zu thematischen Wirkungskreisen oder zum Äussern Ihrer Meinung auf einem extra eingerichteten Blog eingeladen werden.

Der Gemeinderat begrüsst den Einsatz des Projektteams der FHNW sehr und bittet die Neuenhoferinnen und Neuenhof, es herzlich willkommen zu heissen.

Der Gemeinderat lädt die Bevölkerung von Neuenhof zur ersten Informationsveranstaltung „Partizipation Wirkungskreis“ ein auf

Mittwoch, 26. Juni 2013, 19.00 Uhr,
Peterskeller, Neuenhof

 Wir heissen Sie alle recht herzlich willkommen. Begleiten Sie uns mit auf dem Weg zu einer aktiven, prospektivreichen Gestaltung der Gemeinde Neuenhof.