Rheinfelden

Anspruchsvolle Juratour bei wunderbarem Wetter

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Es ist schon fast ein Ritual: im Juni befindet sich der Veloclub Rheinfelden auf seiner traditionellen 3-Tagestour.    So stehen auch diesen Freitag siebzehn durchtrainierte Boys am Start auf dem Parkplatz Drei Könige; mit dabei der wichtigste Mann unseres Teams im Begleit- u. Besenwagen, Fredy Mohler: Chauffeur, Quartiermeister, Verkehrspolizist, Baustellensicherheit, Fotograf, Motivator - quasi „Mädchen für alles“! Nach den üblichen Vorbereitungen, Gruppenfoto und dem Abschiedskuss vom Schatz, wird der Start um 9 Uhr freigegeben.

Sonnenschein, ideale Temperaturen und trockene Straßen lassen das Radlerherz höher schlagen. Auf den ersten „Einfahrkilometern“ wird noch gelacht und „gefachsimpelt“. Jeder ist motiviert und gut gelaunt, nicht zuletzt den tollen Wetterprognosen diesem Wochenende zuzuschreiben.

Nach einer stärkenden Kaffeepause im Statiönli Bättwil erfolgt nach 50 km im Leymental der erste sanfte, aber lange Aufstieg über den Blochmont. Von der Abzweigung Neumühle nach Ederswiler erreichen wir nach kurzem Aufstieg auf 690 m.ü.M den Pasta-Mittagshalt in Movelier. Nach Delémont – Bassecourt - Undervelier (Km 90) beginnt der knallharte Aufstieg in der Gorges-du-Pichoux-Schlucht mit einer traumhaften Felsenkulisse und steilen Abschnitten. So muss jeder sein eigenes Tempo fahren, um nicht in eine Krise zu geraten. Alle sind glücklich und zufrieden oben in Châtelat und anschliessend in Bellelay (931 m.ü.M ), mit der eindrücklich grossen früheren Prämonstratenser-Abtei (1136 bis 1797), angekommen zu sein. Die Mönche von Bellelay sollen die Erfinder des würzigen Halbhartkäses «Tête de Moine» gewesen sein. Über die Jurahochebene und den längeren Abfahrten erreichen wir gegen 17 Uhr unser Tagesziel in Tramelan. Für Entspannung und Stimmung sorgt nach dem Abendessen das EM-Spiel Deutschland-Griechenland!

Der Samstag, erneut ein Prachtstag, sollte uns abermals herausfordern. Diese zweite Tagesetappe beginnt mit einer Abfahrt nach Tavanne, dann über den Col de Pierre Pertuis via Sonceboz - Sombeval nach St. Imier. Wieder sind Kletterqualitäten gefragt: vor dem Aufstieg zur Vue des Alpes biegen wir ab Richtung La Sagne - Les Ponts de Martel und Grande Joux auf 1171 m.ü.M. Bereits spüren wir wieder ein Kribbeln in den Beinen und werden uns fragen, wie wir diese Etappe wohl überstehen werden. Trotzdem werden uns die Namen dieser Orte noch lange in Erinnerung bleiben; denn so schön sind ihre Landschaften, wo Pferde und Kühe gemeinsam auf den Juraweiden grasen. In den Ansiedlungen sind zahlreiche charakteristische Bauernhäuser des Hochjuras aus dem 17. bis 19. Jahrhundert erhalten. Im ruhig und in freier Natur gelegenen Restaurant Auberge du Vieux Puits in La Chaux-du-Milieu geniessen wir die wohlverdiente Mittagsrast. Danach geht die Fahrt weiter nach Le Locle - La Chaux de Fonds und über die Hochebenen Les Breuleux – Mont Tramelan zurück zur Unterkunft; wieder mit etlichen Höhenmetern in den Beinen.

Der Sonntag ist heute kein Ruhetag! Aber wir geniessen die Fahrt von Tramelan via Moutier nach Gänsbrunnen zum Kaffeehalt. In zwei Gruppen eingeteilt steuert nun die 20 Km-Fahrt über Welschenrohr nach Balstahl; wobei die erste Einheit dank Rückenwind rasant mit zwischenzeitlich 70 Km/h durch diese Region braust. Gemeinsam „erklimmen“ wir den oberen Hauenstein und radeln weiter bis zur Mittagspause in Waldenburg. Nach 15 Uhr treffen wir wieder wohlbehalten Zuhause in Rheinfelden ein.

Ein grosses Dankeschön an Walti Schär, welcher diese schöne und anspruchsvolle Tour geplant, realisiert und zusammen mit dem Organisator rekognosziert hat.

Unfallfrei und ohne Begleitung der Defekthexe geht unser Abenteuer zu Ende.

Geprägt von tollen Leistungen und nicht minder toller Kameradschaft war unsere Tour wieder ein voller Erfolg!

Peter Born

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