Die 21-jährige OL-Spezialistin hatte vor einem Jahr ihren ersten Halbmarathon bestritten. Die 21,1 Kilometer rund um den Hallwilersee lief sie damals knapp unter eineinhalb Stunden. Nach der Wettkampfpause im Oktober war der diesjährige Frauenfelder Halbmarathon für die Zufikerin eine ideale Standortbestimmung.

Anina Brunner ging ohne Ambitionen ins Rennen und rechnete überhaupt nicht mit einem Start-Ziel-Sieg. Da der Velofahrer sie aber stets begleitete, wusste sie, dass sie als erste Frau an der Spitze des Feldes lief. Sie absolvierte die abwechslungsreiche und eher schnelle Strecke von Will nach Frauenfeld in 1:25.20,6, was einem Kilometerdurchschnitt von 4.02 entspricht. Auf den letzten drei Kilometern hatte sie allerdings zu beissen, vor allem das Abwärtslaufen auf Asphalt ging in die Beine. Die Freude über den errungenen Sieg und die Tatsache, dass sie als Schnellste von 448 klassierten Läuferinnen ins Ziel kam, liessen sie die Strapazen jedoch bald vergessen.