Birmenstorf

Andreas Neeser las in Birmenstorf

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Andreas Neeser las aus seinem neuen Roman "Zwischen zwei Wassern"

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Andreas Neeser las aus seinem neuen Roman "Zwischen zwei Wassern"

von Francesca Mangano, Birmenstorf, 4.3.2014

Geben und Nehmen - Vorlesen und Lesen

Der Kulturkreis Birmenstorf lud am 4. März 2014 den bekannten Aargauer Literaten Andreas Neeser zu einer kontrastreichen Lesung aus seinem neuen Roman „Zwischen zwei Wassern“ ein. Rund 20 BimenstorferInnen folgten der Einladung ins Gemeindehaus und erlebten einen spannenden Abend.

Der Roman beginnt damit, dass eine „lame de fond“ - eine spontan aus dem Nichts auftauchende Riesenwelle - dem Ich-Erzähler ein Jahr zuvor seine Partnerin Véro raubte. Täglich während 5 Wochen legt er nun Stein für Stein an den Ort des unfassbaren Geschehens an den Klippen des unberechenbaren Atlantiks in der Bretagne. Dieses Ritual soll dem Geographielehrer helfen, ihren Tod zu verstehen oder zumindest zu akzeptieren. Er will auch die Einheimischen, allen voran die Fischer, zum Nachdenken anregen, nicht nur über den Tod der anderen, sondern auch über ihren eigenen. Das Werk, das wie eine detaillierte Beschreibung einer ärmlichen Region Frankreichs oder wie eine Reise ins Innerste des Erzählers daherkommt, wirkt auf das Publikum und zukünftige Leser wie eine Mélange aus tränenreicher Wirklichkeit und aufgestauten Gefühlen.

Der Autor liest ruhig vor und erklärt zwischendurch in Mundart seine persönlichen Erfahrungen und Inspirationen als Liebhaber der Bretagne. Die Zuhörenden durften nach der Lesung passenden französischen Wein und bretonische Köstlichkeiten am reichhaltigen Apéro des Kulturkreises geniessen, miteinander ins Gespräch kommen und sich den neu erworbenen Roman persönlich signieren lassen. Nach dem Prinzip der Fischer - „Das Meer gibt - das Meer nimmt“ - „gibt“ der Autor dem Zuhörer die Möglichkeit, den Roman zu „nehmen“, zu lesen. Max, der Freund des Erzählers, „gibt“ dem Trauernden Unterstützung mit seiner Konfrontationstherapie, ob er sie „nimmt“, erfahren wir im soeben erschienenen einfühlsamen Roman „Zwischen zwei Wassern“ von Andreas Neeser.

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