Es war eine ansehnliche Zuhörerschar, welche ein nicht alltägliches Konzert in die reformierte Kirche Oberentfelden locken konnte.

Didine Stauffer spielte orientalische Schlaginstrumente wie Tabla, Tarabuka, Daf, Rahmentrommel und Zarb. Dies ist indische, persische und türkische Perkussion.

Dass auch „unser“ Hackbrett seine Wurzeln in der Türkei hat, wissen wohl nur Wenige. Es ist zu uns gewandert und hat sich im Appenzellerland und im Wallis noch als ureigener Bestandteil der Volksmusik gehalten, in anderen Landesteilen wurde es durchs Klavier abgelöst. Das konnte man fast bedauern, wenn man Barbara Schirmen zuhörte, wie sie mit vier „Ruten“, die sie immer wieder wechselte, ihr Instrument auf äusserst virtuose Weise zum Leben brachte.

Den beiden Frauen war anzumerken, dass sie schon viele gemeinsame Auftritte gehabt hatten: die Harmonie war hervorragend und ein friedliches Gefühl kam beim Zuhören auf. Ja, man fühlte sich der Zeit entrückt und in andere Kulturen versetzt. Man bekam ausschliesslich Eigenkompositionen der beiden zu hören. Auch das Auge war gefesselt: kaum konnte es den flinken Fingern der Instrumentalistinnen in ihren harmonischen Bewegungen folgen. Während eines Perkussions-Solos von Didine Stauffer konnte man kaum glauben, dass da eine Person auf nur einem Instrument spielte.

Nach einem stürmischen Applaus und einer gelungenen Zugabe verwickelte ein neugieriges Publikum die Spielerinnen noch in manche Gespräche, um dann zufrieden wieder nach Hause zu gehen.

Peter Hediger