Seit Beginn des Jahres ist Martial Sollberger als Co-Pastor mit Schwerpunkt Jugendarbeit in der Minoritätsgemeinde Aarau tätig. Am 19. Januar wurde er in sein neues Amt eingesetzt. Martial Sollberger war zuvor als Pastor in der Freien Missionsgemeinde Lausen und Jugendarbeiter in der Offenen Jugendarbeit Laufen tätig. In Lausen wird er mit seiner Familie voraussichtlich noch bis Sommer wohnen, ehe ein Umzug in die Region ansteht.  

In seiner Einstandspredigt ging Martial Sollberger auf die Jahreslosung der Herrnhuter Brüdergemeinde aus Psalm 73 ein: „Gott nahe zu sein ist mein Glück.“ Ausgehend von den Gedanken des Psalmisten, der sich den Kopf darüber zerbricht, weshalb es anderen so viel besser geht als ihm, ging der Pastor der Frage nach, was denn das Wort Glück überhaupt bedeutet. Die Lösung fand er im mittelniederdeutschen Wort „gelucke“, was so viel bedeutet wie „die Art, wie etwas gut endet“. Folglich sei nicht der momentane Zustand entscheidend, es komme vielmehr darauf an, wie eine Sache ende.

Ehe der neue Pastor seine erste Predigt halten konnte, musste die Gemeinde darauf eingestimmt werden, einen guten Eindruck zu machen. In einem amüsanten Sketch überprüfte das Theater-Team, ob alle schön gerade auf ihren Stühlen sitzen, ob Krawatten richtig gebunden wurden und ob die Zuhörenden den passenden „frommen Blick“ drauf haben.

Im Anschluss an die Predigt wurde Martial Sollberger gemeinsam mit seiner Frau Tabea und den beiden Kindern Jerimo und Loumina zur Amtseinsetzung nach vorne gebeten. Das pastorale Team und der Vorstand hiessen den neuen Pastor und seine Familie mit Gebet und Segen herzlich willkommen am neuen Arbeits- und Wirkungsort. Bei einem Mittagessen im „Mino-Bunker“ nahm der Einsetzungsgottesdienst ein gemütliches Ende.