Die Organisatoren waren auf alles gefasst: Man befürchtete, dass das winterliche Wetter nicht viele Leute hinter dem warmen Ofenbänkli hervorlocken könnte. Aber oha, so konnte man sich täuschen! Es kamen immer mehr und mehr Gäste. Im Kirchgemeindehaus mussten laufend weitere Tische und Stühle aufgestellt werden. Alle wollten hören und sehen, was Roland Gueffroy mit seinem gelben Posttöffli auf der Route 66 erlebt hatte.

Aber es stand nicht nur der Referent vor der grossen Leinwand auf der Bühne. Nein, Roland Gueffroy hatte nebst weiteren Unterlagen auch seine Lucy – das gelbe Posttöffli – dabei.

Nach einem mechanischen Intensiv-Kurs und umfangreichem Papierkrieg ging’s über den grossen Teich nach Chicago. Die Zuhörer bangten mit dem Referenten bis seine Lucy, welche schlussendlich vom amerikanischen Zollbeamten als motorisierter Rasenmäher (!) deklariert wurde, in Amerika einreisen durfte. Nach einem Höllentrip auf der Interstate 55 ging’s weiter auf der Route 66 über Highways und historische Strecken entlang abwechslungsreichen Landschaften. Weiter liess uns der Referent teilhaben an Begegnungen mit verschiedenen Menschen und ihren Geschichten. Auch nahm er uns mit in eine Beiz, wo es 2 kg schwere Steaks auf den Teller gibt. Der „Töfflibueb“ wusste mit seinen bodenständigen Sprüchen, den interessanten Erzählungen, den eindrücklichen Bildern und den vielen Informationen alle zu begeistern. Leider war die Reise nach über 4000 km in Los Angeles „schon“ zu Ende. Eine verrückte Reise, die bei einem (?) Bier aus einer Wette unter Kollegen entstanden ist! Ein kräftiger Applaus und viele glückliche Gesichter bedankten sich bei Herrn Gueffroy für den äusserst kurzweiligen, lustigen und sehr abwechslungsreichen Nachmittag. Ein ganz besonderes Lob bekam er von einer älteren Dame: „Jetzt bin ich doch auch einmal in Amerika gewesen!“