Die diesjährige Reise des Vereins Eisen und Bergwerke (VEB) war geprägt von den Kontrasten zwischen Alt und Neu. Mit dem bald 70-jährigen Saurer ging die Fahrt zur topmodern eingerichteten Ziegelei Schumacher in Körbligen bei Gisikon. Als Familienbetrieb in der sechsten Generation behauptet sich diese mittelkleine Backsteinfabrik in einem weitgehend von Grossen beherrschten und zunehmend umkämpften Markt. Modernisierung des Betriebs und eine weitgehend automatisierte Produktion heisst das Zauberwort, wie Kurt Schumacher, Geschäftsführer und Besitzer des Betriebs, auf dem Rundgang schilderte. Die verschiedenen Arbeitsschritte sind automatisiert, sodass grundsätzlich zwei Personen für die Überwachung der Produktion genügen. Das Rohmaterial stammt aus dem nahen Steinbruch. Mit einer sogenannten Feldbahn, die vor zwei Jahren mit neuem Rollmaterial ausgerüstet worden ist, wird das Rohmaterial direkt in die Produktionshalle gefahren. Vom Steinbruch bis zum fertigen Produkt, das die Fabrikhalle verlässt, wird der ganze Produktionsprozess durch Maschinen und Roboter erledigt. Sichtlich beeindruckt widmeten sich die Herznacher Bergwerker anschliessend dem Apéro zwischen ausrangierten, restaurierten Loks der Feldbahn.

Von der computergesteuerten Backsteinfabrikation führte die Fahrt mit dem Oldie-Bus von Marcel Suter zurück ins letzte Jahrhundert, in die Oldie-Scheune in Mühlau. Was für Hans Hadorn mit einem alten Bührer-Traktor begann, hat sich zu einer kaum überblickbaren Sammlung von Maschinen und Gerätschaften aus Landwirtschaft und Haushalt entwickelt.

Die Vereinsreise hat in zwei Welten geführt, die zeitlich gar nicht so weit auseinanderliegen: Von der topmodernen, computergesteuerten Produktionsanlage zur durchschaubaren, handfesten Technik des letzten Jahrhunderts.