Solothurn

Alte Tradition lebendig erhalten

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Hl. Martin von Tours teilt den Mantel vor der Stadt Amiens, über ihm und dem Bettler strahlt die Martinilaterne

St. Martin mit Martinilaterne

Hl. Martin von Tours teilt den Mantel vor der Stadt Amiens, über ihm und dem Bettler strahlt die Martinilaterne

Die Gesellschaft Einsiedelei St. Verena Solothurn (GESV) pflegt seit Jahren den alten Brauch des Martini-Laternenumzugs. So auch an diesem Martinitag, den 11.11. Der Martinstag galt als Ende des bäuerlichen Wirtschaftsjahres. Neuer Wein wurde probiert, sowie wurde der Zehnte fällig. An diesem Zinstag wurde bei geselligem Speis und Trank, vor der am 12.11. beginnenden Fastenzeit, nochmals so richtig geschlemmt. Dabei wurden jeweils am Abend die Martinifeuer entfacht, um diese herum getanzt und über die Flammen gesprungen. Daraus entwickelten sich die Martinsumzüge mit brennenden Fackeln. Nach und nach wurden die handlichen, meist selbstgebastelten, Laternen im Martinszug mitgetragen. Der Vizepräsident der GESV, die die Bürgergemeinde Solothurn finanziell beim Erhalt und Unterhalt der Kapellen und Denkmäler in der Verenaschlucht und Einsiedelei unterstützt,  konnte eine stattliche Anzahl Gäste, begrüssen. Ausgerüstet mit Laternenlicht machte sich die Schar, geführt von der freischaffenden Stadtführerin Marie-Christine Egger, auf in die Verenaschlucht. In vier Stationen erzählte Frau Egger so manch spannendes und skurriles zu den vier Elementen Erde, Wasser, Luft und Feuer. Der Einsiedler Michael Daum hiess die ankommende Schar mit der hell klingenden Martinsglocke herzlich Willkommen. Die feierliche, sehr persönliche Andacht, geleitet vom emeritierten Weihbischof Martin Gächter, fand in der vollbesetzten einmaligen St. Martinskapelle statt. Die Hornbläser-Schulklasse der Kanti Solothurn umrahmte die Andacht mit ihren vorzüglich interpretierten Musikstücken. Es war wohl göttlicher Zufall, dass der Weihbischof Martin am Martinitag seinen 80. Geburtstag feiern konnte. Ein herzlicher Applaus der Gäste liess ihn hochleben. Nach der Martinsfeier trafen sich die Gesellschafter im Pfarreiheim St. Niklaus zu feiner Gerstensuppe mit Würstli. Der Ehrengast, Weihbischof Martin, wurde mit einer feinen Solothurner Torte überrascht. Grossen und herzlichen Dank an alle Helferinnen und Helfer. Ein besonderer Dank gebührt Vera Holliger. Sie hat uns einen wunderschönen und gemütlichen Abend bereitet und uns dabei kulinarisch verwöhnt.   Die nächsten Anlässe der GESV, die Fackelführungen finden bereits am 8. & 13. 12.19, jeweils 19 Uhr beim Südeingang der Verenaschlucht statt. Dabei erfahren Sie viel spannendes zu den vier Elementen. Weiter Informationen bei www.einsiedelei.ch

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