Ueken

Als in Ueken die Welt noch jung war

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Erzählnacht der Kulturkommission für Erwachsene

Als die Welt noch jung war. Das diesjährige Thema der Schweizer Erzählnacht konnte unterschiedlich interpretiert werden. Nach der Eröffnung des Abends im Gemeindehaus mit einer Filmsequenz über den Urknall und zwei Kurzgeschichten von Franz Hohler, konnten sich die Gäste verschiedene Lesungen in Ueker Stuben anhören. David Wälchli las im Wälchlistübli Meine erste Liebe und Gretchen Vollbeck von Ludwig Thoma. In der Schmiedstube las Ursula Kahi Der Mensch als Schöpfer, Ausschnitt aus dem Golem, Frankenstein von Mary Shelly, und Der Sandmann von E.T.H. Hoffmann. In der Bibliothek von Peter Lendi konnte sich das Publikum zwei Geschichten von Jürg Schubiger anhören, die von Gregor Rippstein vorgetragen wurden. In allen Stuben wurde ein Getränk offeriert.
Den geographischen wie auch stimmungsmässigen Höhepunkt erlebte eine Hand voll Unentwegter im Tippi auf dem Löörenhof. Schon der mit Kerzenlicht erhellte Weg zum Zelt war den Aufstieg wert. Bruno Ackle las am knisternden Feuer die Rede von Häuptling Seattle vor dem Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika im Jahre 1855. Die Örtlichkeit und die weisen Worte liessen die Zuhörer in die damalige Zeit der Indianer entschweben. Einerseits wurde die Sehnsucht nach einem Leben im Einklang mit der Natur geweckt, andererseits war beeindruckend, wie viel Wahrheit noch heute in den Worten von Häuptling Seattle enthalten sind. Bei einem wärmendem Chai-Punsch klang der gelungene Abend aus. (gri)

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