Bis zum 21. März sind in der Galerie Thomas und Barbara Dutoit zahlreiche Bilder, darunter viele neue, des Künstlers Martin Eberhard zu sehen. Die ungegenständlichen Werke und die eindrücklichen Bergansichten verblüffen mit ihrer Helligkeit, welche das Wesen der Materie offen darlegen. „dazwischen“ – Spuren, Erinnerungen, Reflexionen heisst der Titel der Ausstellung.

In den hellen Räumlichkeiten der Galerie Thomas und Barbara Dutoit zeigt Martin Eberhard in der aktuellen Ausstellung 45 mittel- bis grossformatige Werke, wobei rund ein Drittel dieser Bilder in den letzten Monaten entstanden sind. Daneben sind weitere 25 Bilder von Martin Eberhard in der Galerie einsehbar. Die klaren, fein strukturierten Farbtöne der abstrakten Bilder erhalten durch den ganz bewusst gesetzten hellen Lichterglanz, der von innen nach aussen dringt, einen Kontrapunkt, der die Motive zum Leben bringt.

Intensive Spannung
In all seinen Bildern arbeitet Martin Eberhard gekonnt mit den unterschiedlichsten Materialien und Strukturen. In einer ganz eigenen Technik verleiht der Künstler seinen Bildern mit einem feinen Malauftrag oder mit Spritztechnik einen starken Hell-Dunkel-Kontrast und eine intensive Spannung, welche den Betrachter gefangen nimmt. Manche abstrakten Werke gleichen Momentaufnahmen, in denen der Ausstellungsbesucher einen tiefen Einblick in die Entstehung und das Vergehen von Lebensstrukturen erhält.

Zurück zu den Ursprüngen
Mit den Bergbildern nimmt Martin Eberhard ein Motiv auf, das ihn seit seiner Kindheit gefangen nimmt. In Beatenberg im Berner Oberland aufgewachsen, waren die Berge für ihn schon im jungen Erwachsenenalter, als er die Kunstgewerbeschule Bern besuchte, ein Sehnsuchtsort. „Ich verbinde mein allererstes Gestalten mit den Bergen“, sagt Eberhard. „So habe ich jedes freie Wochenende mit meinen Kollegen der Kunstgewerbeschule Ausflüge ins Berner Oberland gemacht, um die Eigenheiten dieser Landschaft zu geniessen“. Und mit den fünf Bergbildern, die in der aktuellen Ausstellung in Unterentfelden gezeigt werden, kehrt der Künstler gleichsam zu seinen Ursprüngen zurück. Martin Eberhard hat sämtliche Bergbilder in den letzten Wintermonaten gemalt. Geschaffen hat der Künstler die lichtvollen Werke anhand von eigenen Fotografien oder Skizzen mit viel malerischer Akribie und Liebe zum Detail in seinem geräumigen Atelier in Bad Zurzach.

Eine weitere Passion
Neben dem Malen, dem sich der Künstler vom November bis März mit vollem Elan widmet, haben Martin Eberhard und seine langjährige Partnerin Thesi eine weitere grosse Passion, das Befahren von Binnengewässern mit dem eigenen Schiff, der „MS VERANDEREN“. „Zurzeit liegt unser Schiff in Amsterdam“, erläutert Martin Eberhard. „In diesem Jahr planen wir vom April bis Oktober eine Fahrt nach Friesland und dann über die Ems und den Mittellandkanal bis nach Berlin“. Seine Partnerin Thesi ist übrigens nicht nur auf dem 25 Meter langen Schiff, sondern auch im Atelier unentbehrlich. „Thesi ist mir auch bei meiner künstlerischen Tätigkeit eine wertvolle Beraterin und wohlwollende Kritikerin. Zudem erledigt sie für mich die ganze Administration“, betont der Künstler. (frg)

Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag, 8 bis 12 Uhr und 13.30 bis 18 Uhr; Samstag, 10 bis 16 Uhr.

Vernissage am Samstag, 28. Februar, von 18 bis 20.30 Uhr; Sonntagsapéro am 1. März, von 11 bis 16 Uhr. Der Künstler ist an beiden Tagen persönlich anwesend.