ABBA-Hits und Bonbonfarben

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Das Musical «Mamma Mia» wurde an der Bez Baden aufgeführt.

Wer ABBA-Lieder nicht mag, hatte vergangenes Wochenende an der Bez Baden nichts zu suchen, reihten sich doch in der frei nach dem gleichnamigen Film von einigen Schülerinnen bearbeiteten Musicalversion Hit an Hit der schwedischen Pop-Gruppe. Es gab jedoch viele Leute, die genau das grossartig fanden, den Abend vollauf genossen und sich von den zeitlosen Pop-Klassikern, den heiter-romantischen Szenen und der schönen, bunten Kulisse mitreissen liessen. Dass Musik Generationen verbindet, zeigte sich auch hier wieder einmal deutlich: Eltern und Freunde sah man mitsummen und mitklatschen, für nicht wenige unter den Anwesenden im Publikum wird wohl ein erneutes Eintauchen in das Klangbad ihrer innigsten Jugendgefühle stattgefunden haben.

Die locker daherkommende Handlung mit ihren witzigen Dialogen diente dazu, in geeigneten Momenten auf die ABBA-Hits überzuleiten. Auf der fiktiven griechischen Insel Kalokari betreibt die leicht überdrehte Hippie-Überlebende Donna ein kleines, mehr schlecht als recht gehendes Hotel und bereitet die Hochzeit ihrer Tochter Sophie vor. Diese hat heimlich Bill, Harry und Sam eingeladen, von denen jeder nach einem Sommer der Liebe, den ihre Mutter vor zwanzig Jahren mit diesen Männern erlebt hat, als Brautvater in Frage kommt. Sophie findet, dass ihre Hochzeit nun der geeignete Rahmen sei, die Vaterschaft zu klären, bringt das Leben ihrer Mutter jedoch damit gehörig durcheinander. Donna erschreckt sich, als sie ihre drei ehemaligen Liebhaber entdeckt: "Mamma Mia"! Die vom grossen Chor und einzelnen Solistinnen und Solisten zwischen den Spiel- und Tanzszenen gesungenen Nummern wie Chiquitita, Super Trouper oder Dancing Queen kennt jeder, sie gehen immer noch um die Welt und sind ein Stück Popgeschichte geworden. 

Nach dem letztjährigen Stück "Sister Act" hat der Chorleiter der Bezirksschule Baden, Erich Eder, zusammen mit Jürg Schärer und Claudia Rüetschi wiederum ein grosses Projekt auf die Bühne gebracht. "Thank you for the Music", Erich Eder, ist hier anzumerken, war es doch leider das letzte Chorkonzert, das unter seiner Leitung stattgefunden hat. Für die musikalische Begleitung sorgte das eingespielte Team der "Väter und Söhne-Band". Der enorme Einsatz aller Mitwirkenden und die Begeisterung für dieses bunte, beschwingte Musikprojekt bekam das Publikum auf überaus unterhaltsame Weise mit. Es zeigte sich bestens gelaunt und dankte mit langanhaltendem Applaus (Zi)

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