Vor über 300 Mitgliedern eröffnete Präsident Roland Schuler die 31. Jahresversammlung des VpA ABB im Trafosaal in Baden. Nach einem Ueberblick über die Vereinsaktivitäten des vergangenen Jahres wies er in seinen weiteren Ausführungen auf die Wichtigkeit der Freiwilligenarbeit hin, welche im Jahr 2011 bekanntlich besonders gewürdigt wird. Gerade die ältere Generation leiste hierzu einen bedeutenden Beitrag. Als positives Beispiel aus unseren Reihen erwähnte er, dass sich auf unseren Aufruf zur Mitarbeit im Vorstand vier Personen spontan gemeldet haben. Sie alle wollen nach der Pensionierung einen Teil ihrer Kraft und Freizeit einsetzen, um in dieser Form der Gesellschaft etwas zu geben. Den bisherigen Vorstandsmitgliedern und weiteren zahlreichen Helfern sprach er den Dank für ihre Arbeit aus. Aus den Reihen unserer Mitglieder erhielt der Vorstand im vergangenen Jahr zahlreiche Zeichen des Danks und der Anerkennung für seinen Einsatz.

Nach gebührender Würdigung wurde unser langjähriger, verdienter Kassier, Dieter Spickenreuther, verabschiedet. An seiner Stelle wählte die Versammlung Vreni Wolf. Ausserdem wurde Kurt Dietiker neu zur Verstärkung in den Vorstand gewählt. Alle übrigen Vorstandsmitglieder wurden einstimmig in ihrem Amt bestätigt.

Die Tragödie und das grosse Leid, von dem die Menschen in Japan betroffen sind, beschäftigt auch uns Pensionierte. Auf Antrag des Vorstandes wurde spontan und diskussionslos beschlossen, zugunsten der Opfer Fr. 1'000.- aus der Vereinskasse zu spenden. Zusätzlich erbrachte eine Kollekte am Ende der Sitzung einen Erlös von Fr. 1'050.-, so dass wir die schöne Summe von rund Fr. 2'000.- zugunsten der schwergeprüften Menschen in Japan überweisen können.

Die Katastrophe im Kernkraftwerk Fukushima hat die Welt in einem nie gekannten Ausmass beunruhigt und aufgeschreckt. Was uns dabei stört, so die Ausführungen von Roland Schuler, ist die Art, mit welcher der Vorfall von gewissen Kreisen voreilig und auf politisch unkorrekte Weise auszunutzen versucht wird. Die Schweiz steht vor schwierigen Entscheiden, wie unser Energiebedarf längerfristig sichergestellt werden kann. Als ehemalige Mitarbeiter von ABB und ALSTOM haben viele von uns in unterschiedlicher Form und Funktion beim Bau von Kernkraftwerken mitgearbeitet. Haben wir damals verantwortungslos gehandelt? Diese Frage ist mit Entschiedenheit zu verneinen. Schon deshalb sind wir alle aufgerufen, an den kommenden Diskussionen sachlich und besonnen teilzunehmen. Die sofortige Abschaltung der Kernkraftwerke zu fordern und dafür auf Wind- und Sonnenenergie umzustellen, tönt zwar in einem Wahljahr gut, ist aber kurzfristig in technischer und ökonomischer Hinsicht völlig unrealistisch. Diese Ausführungen wurden von der Versammlung mit spontanem Applaus belohnt und bekräftigt.

Die übrgen Sachgeschäfte und Abstimmungen wurden zügig behandelt und verabschiedet. Nach der Vorschau auf das kommende Vereinsjahr schloss Roland Schuler den geschäftlich Teil. Viktor Würgler, Präsident des Aargauischen Senioren- und Rentnerverbandes (ASRV), überbrachte die Grüsse seiner Organisation. Nach einem kurzen Tour d'horizon zum Weltgeschehen wies er auf aktuelle Probleme hin, welche die ältere Generation besonders betreffen, wie z.B. die Kostenentwicklung im Gesundheitswesen oder der nach wie vor grosse gesellschaftliche Druck auf ältere Autofahrer. Gegen negative Entwicklungen auf diesen Gebieten wird sich der ASRV zur Wehr setzen.

Nach einem Kurzfilm zum 50-jährigen Bestehen des Werks Birr und einer Grussbotschaft von Walter Hiltbrunner, Mitglied der Geschäftsleitung von ALSTOM Schweiz, wurde zum gemeinsamen Imbiss und gemütlichen Zusammensein übergeleitet.

C.R.