Brugg

„Ab i d’Hose!“ – Schülerschwinget der Realschule Langmatt Brugg

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Sägemehl und Schwingerhosen sind Dinge, mit denen die meisten Brugger Realschülerinnen und Realschüler in ihrer bisherigen Schulkarriere noch nie in Berührung kamen. Gerne nahm die Realschule deshalb die Einladung des Schwingklubs Baden-Brugg an, im Rahmen des Aargauer Kantonalschwingfestes ein Schulschwinget durchzuführen. Am vergangenen Freitagmorgen spazierten alle Schülerinnen, Schüler und Lehrpersonen gemeinsam in den Geissenschachen zur Schwingarena. Die Ehrfurcht wuchs mit dem Betreten des Geländes. Die Abdeckung auf den Ringen wurde entfernt. Die Schülerinnen und Schüler staunten nicht schlecht, als sie realisierten, dass ihnen die frisch hergerichtete Arena zur Verfügung gestellt wurde und sie als Erste das Sägemehl betreten durften.

Nach dem Einlaufen und Aufwärmen führten Christian Büchi und Thomas Notter in die Schwingtechnik ein. Rechter Arm unten durch, linker Arm oben durch, so packt man die Schwingerhose des Gegners oder der Gegnerin. „Ab i d’Hose und d’Hosebei ufekrämple!“, hiess es dann. Die Jugendlichen kamen zum ersten Mal in Kontakt mit dem Sägemehl. Sie übten anfänglich auf den Knien, sich gegenseitig auf den Rücken zu legen. Bald wechselten sie mutig zum Kämpfen ins Stehen. Das Misstrauen und Zögern dieser unbekannten Sportart gegenüber wechselte rasch zu grosser Kampffreude.

 Sieg – gestellt - verloren

In Jahrgangs- und Geschlechtergruppen wurde am Nachmittag das Schülerschwinget ausgetragen. Der Stadionspeaker rief die Paarungen aus und die Aufgerufenen machten sich zum Schwingen bereit. Händeschütteln, Kämpfen, Abklopfen, der Kampfgeist war geweckt. Vier Gänge wurden jeweils ausgetragen, vom Kampfrichter angeleitet und bewertet. Das stachelte den Ehrgeiz an. Das begeisterte Publikum feuerte die Kämpfenden an und trug ebenfalls dazu bei, dass alle mit vollem Einsatz bei der Sache waren. Die zwei Besten jedes Jahrganges kamen in den Schlussgang. Siegerinnen des Schlussganges waren bei den Mädchen Masa, Remzie und Chayanne. Bei den Knaben holten Edolind, Mohamed und Liridon den ersten Platz. Zwar gab es keinen Muni, dafür eine Taschenlampe und ein Sackmesser. Auch die Zweitplatzierten, Romy, Moe und Amadea bei den Mädchen sowie Ruben, Blerton und Mark bei den Knaben wurden mit demselben tollen Preis belohnt. Auch alle anderen gingen nicht mit leeren Händen heim, durften sie doch beim Speakertisch einen kleinen Trostpreis abholen.

An den Gesichtern der Jugendlichen konnte man ablesen, dass ihnen der besondere Schultag Spass gemacht hatte. „Schwingen ist toll“, sagte Erza. Disziplin, Respekt, Fairness und Geduld schwirrten den ganzen Tag in der Luft. Die perfekte Organisation des Anlasses durch den Schwingklub Baden-Brugg, das schöne Wetter, aber auch die grosse Begeisterung, der Schwingerinnen und Schwinger trugen dazu bei, dass am Abend alle als Sieger vom Platz gingen.

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