Die Berufswahl fällt selten leicht, stellt sie doch die Weichen für die weitere Zukunft. Die aargauische Berufsschau vom 05.- 10. September im Tägi in Wettingen unterstützt alle, die noch nicht wissen, welchen Beruf sie später erlernen wollen.

Mit dem Ende der Schulzeit beginnt die Qual der Wahl. Die Frage, welchen Beruf man später erlernen will, rückt immer mehr in den Vordergrund. Viele Heranwachsende wollen sich dabei erst inspirieren lassen und sich ein Bild davon machen, welche Berufe es denn überhaupt gibt. Die aargauische Berufsschau 2017 bietet Jugendlichen und Erwachsenen die Möglichkeit dazu. Vom fünften bis zehnten August stellen sich den Besuchern im Tägi in Wettingen rund 200 Berufe vor. Etwa 40‘000 Gäste erwartet der Aargauische Gewerbeverband an der Berufsschau, die dieses Jahr zum 36. Mal stattfindet und das zweite Mal in Wettingen. Davor war die Veranstaltung in Lenzburg.

Am Eröffnungstag herrscht bereits reger Betrieb vor Ort. Schon am Bahnhof in Baden lassen sich ganze Scharen von Jugendlichen beobachten, die unterwegs zur Berufsschau sind. Für viele Schüler gehört der Besuch zum Schulprogramm, andere gehen zusammen mit den Eltern auf Entdeckungsreise in die Berufswelt. An siebzig Ständen fordern die Vertreter der jeweiligen Berufsverbände interessierte zum Dialog und zur Interaktion auf. Vom Autogewerbe bis zur Schweizer Armee und von der Kunstschule bis zum Schreiner. Da kann manch einer eine Tätigkeit entdecken, die er vorher vielleicht noch gar nicht kannte.

Von Metallbau haben wohl die meisten Jugendlichen schon mal gehört. Die Branche steht aber etwas im Schatten von bekannteren Berufen, wie beispielsweise dem Bauarbeiter, dem Schreiner, oder dem Elektriker. Linda absolviert gerade das 3. Lehrjahr der vierjährigen Lehre als Metallbaukonstrukteurin. Am Stand des aargauischen Metallbauverbandes, genannt Metaltec, gibt sie interessierten Besuchern Einblicke in ihr berufliches Tätigkeitsgebiet. Ein Grossteil ihrer Arbeitszeit verbringt sie am Schreibtisch und am Computer. Zur Planung von grossen Bauten stehen heutzutage moderne Werkzeuge zur Verfügung. Der 3D Scanner am Stand erfasst für einmal keine kalte Materie, sondern Menschen die sich dann an einem 3D-Modell von sich erfreuen können. Eher praxisorientierte können sich im Zusammenbauen von Fensterrähmen messen. Dem schnellsten winkt eine stolze Belohnung.

Zu entdecken gibt es auf jeden Fall viel und man sollte sich für einen Besuch genügend Zeit einkalkulieren. Von der Veranstaltung profitieren schlussendlich beide Seiten. Den Schülern wird die Basis für eine nachhaltige Berufswahl geboten und die verschiedenen Branchenverbände können sich der neuen Generation von Berufsleuten vorstellen. „Dieses Woche ist jeweils sehr wichtig für uns“ sagt Urs Hubschmid, pensionierter Metallbauer. Es gäbe immer den einen, oder anderen zu dem hier der Funke überspringt. Damit spricht er stellvertretend für alle Berufe die es diese Woche in Wettingen zu bestaunen gibt. tba