AARBURG –Qual , Wahl oder Hoffnung?

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Die Ausstellung regt junge Leute zum Denken an über ein sinnvolles Verhalten in der Jugend – ein Projekt der Fachhochschule gezeigt im Zentrum Lesen in Aarau.

Bericht der Schülerin Delia Wieland .

Meine Klasse betrat diese Ausstellung mit grosser Neugierde und Aufregung.

Beim Eintreten zeigte sich uns ein Kleiderständer. An diesem hingen Jacken, welche die Insassen der Aarburg tragen. Ein Begleiter der Ausstellung befahl uns, solche Jacken anzuziehen. Dies taten wir ohne zu zögern. Es fühlte sich einwenig komisch an, solche Kleidung zu tragen. Der Mitarbeiter befahl uns, durch den dunklen Tunnel nebenan zu gehen, einer nach dem andern. Mir war es nicht so geheuer. Ich mag die Dunkelheit nicht. Zudem hörte man im Tunnel Geräusche aus dem Alltag vom Jugendheim Aarburg... Hämmern...sägen....klopfen...So hörten wir, wie es tagsüber auf der Aarburg klingt. Zum Glück war der Tunnel nicht so lang.

Als alle Schüler den Tunnel passiert hatten, begleitete uns der nette Herr Prof. Höfler durch die Ausstellung. Er erzählte uns über den Tagesablauf der Inhaftierten der Aarburg. Ich fand es sehr eindrucksvoll. Ich will nie in so eine Art Heim gehen!

Die Jungen haben es wirklich sehr streng dort - und nur, weil sie eine Dummheit begangen hatten; dass sie dazu gehörten oder wegen eines Gruppendrucks. Einige meiner Klasse und ich lauschten an einem Kopfhörer, was Straftäter sagen, fühlen, was sie bedrückt. Alle Jungen, die erzählten klangen sehr traurig. Alle bereuten das, was sie getan hatten.

Aber das, was mich am meisten beeindruckt und zum Nachdenken anregt, ist die Aussage eines Sträflings: jeden Tag vergisst er für eine Stunde das, was er getan hat.

Er vermisst seine Familie, seine Freunde. Sie alle haben Spass. Aber er muss im Gefängnis sitzen und büssen für das, was er getan hat. Das bringt mich sehr zum Nachdenken. Ich will nie so einen Fehler machen und frei sein.

Frei ist für mich: Eine Familie und Freunde haben, die hinter mir stehen...keine Sorgen haben und einfach glücklich durchs Leben gehen.

Schülerin Delia Wieland für die 4. Realklasse, Schulhaus Risiacher, 5033 Buchs

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