Am 27. Januar findet in Rupperswil eine ausserordentliche Gemeindeversammlung statt, an der über die Zukunft der Schulraumplanung entschieden wird. Die ausserordentliche Parteiversammlung der FDP hat die beiden Traktanden intensiv diskutiert. Sie ist einhellig der Ansicht, das vorliegende Projekt «Umbau und Erweiterung Juraschulhaus» verdiene die Unterstützung der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger. Neuerdings umfasst die Primarschule 6 Jahre, was einen vermehrten Raumbedarf zur Folge hat. Ausserdem ist Rupperswil Hauptstandort der Kreisschule Lotten und wird dadurch zu einem eigentlichen Schulzentrum. Das Raumprogramm des geplanten Schulhauses ist aufgrund der Schülerzahlen definiert, eine kleine, vernünftige Raumreserve ist eingeplant. Im Altbau des Juraschulhauses beschränkt man sich auf die nötigsten Renovationen und Erweiterungen, und auch die Planung des Neubaus ist gegenüber den ersten Vorstellungen wirkungsvoll optimiert worden. Die Sparbemühungen haben dazu geführt, dass der Preis/m3 mit etwa 700 Franken im Vergleich mit anderen Schulbauten im Kanton deutlich tiefer ist. Es liegt ein gutes Projekt vor, das die FDP mit Überzeugung unterstützt. Die Arbeit von Gemeinderat, Baukommission und Architekten wird ausdrücklich gelobt. Die Versammlung erachtet den beantragten Kredit in der Höhe von12'850'000 Franken jedoch als oberste Grenze. Wir sind überzeugt, dass noch immer Einsparmöglichkeiten vorhanden sind, z. B. im Bereich der Umgebungsarbeiten. Man erhofft und erwartet deshalb eine Kreditunterschreitung in der Höhe von 5 – 10%. Die Parteiversammlung der FDP Rupperswil empfiehlt einstimmig, den beantragten Kredit zu genehmigen.

Das zweite Traktandum «Umgestaltung Dorfstrasse» wird kontrovers diskutiert. Es gibt gute Gründe für eine Umgestaltung des Schul- und Dorfzentrums in eine Begegnungszone, wie sie vom Gemeinderat beantragt wird. Es gibt aber auch berechtigte Fragen und Einwände. Insbesondere sind mehrere Votanten nicht davon überzeugt, dass die vorgeschlagene Begegnungszone mehr Verkehrssicherheit bringen kann. Nach eingehender Diskussion ist man sich einig, für dieses Traktandum keine Parole zu fassen.