„Lichtweisen“ lautete das poetische Motto der Schlussfeier der Bezirksschule. Was bedeutet dieser ungewohnte Begriff? Werden die 78 austretenden Schülerinnen und Schüler vom Licht durch die dunkle Nacht geleitet? Haben sie an der Schule Lichtblicke erlebt? Über die genaue Definition des Begriffes darf weiter spekuliert werden, die Zukunft der Austretenden ist jedoch gewiss: 36 von ihnen besuchen ab August eine Mittelschule, 8 treten an die FMS oder WMS ein und die anderen 34 beginnen eine Lehre, 18 von ihnen mit BMS. 

Jede der vier Klassen trat zusammen mit ihrer Klassenlehrperson auf die Bühne. Was für eine Pracht wurde dem Auge da geboten: Die jungen Damen und Herren standen in festlicher Garderobe da und der Stolz leuchtete aus ihren Augen.

Frau Bruggisser und Herr Schmitz, die scheidenden Schulleiter der Bezirksschule, wiesen auf die guten Leistungen der Schülerinnen und Schüler hin und erwähnten den guten Klassenzusammenhalt, der bei der 4a mit Klassenlehrerin Veronika Seiner als Schlossherren in Valruz und bei der 4b mit Klassenlehrer Urs Hagenbach anlässlich ihres Austausches mit einer Klasse aus Vicques in der Romandie speziell zum Tragen kam. Die 4c, geführt von Edeltraut Erb, wuchs mit ihrem Theaterprojekt „Seetang in der Hose“ noch stärker zusammen und die 4d wurde auf ihren Wanderungen von Hanruedi Häusermann immer wieder zu neuen Gipfeln geführt.

Die in Reih und Glied sauber angeordneten Farbstifte im Etui aus der Primarschule wurden bei den meisten Viertbezlern schon lange durch ein praktisches und eher chaotisches Schlamperetui ersetzt, der Umgang mit den Schreibstiften wurde gewandter und die Lesbarkeit des Schriftbildes häufig anspruchsvoller, führte Lydia Spuler, die Präsidentin der Kreisschulpflege, aus. Der Füller, mit dem die zukünftigen Mittelschülerinnen ihre Anmeldung ausfüllten und die angehenden Lehrlinge ihre Lehrverträge unterschrieben, wird einen speziellen Platz darin behalten. Das trifft sicher auch auf den Kugelschreiber zu, den alle Austretenden von ihr zum Abschied bekamen: „Ein Druck und ein Licht geht euch auf!“, sagte sie, denn dieser  Stift dient vorne zum Schreiben und hinten als Taschenlampe. Sie wünschte ihnen viele Lichtblicke und die Wachheit für  alles offen zu bleiben.

Die Feier war vom austretenden Schüler Florian Kicza am Flügel eröffnet worden.

Umrahmt wurden die Verabschiedung von den hervorragenden Turneinlagen hinter Papierbahnen als Schattenspiel der 1a. Ein weiterer Genuss war der Song „Say Good Bye“ der 3c und der Sketch „Spiel mir das Lied vom Pflänzchen“, der die Flechten und die Leiden der Schüler mit der Pflanzenkunde zum Thema hatte, dargestellt von Christian Mühlebach unter Mithilfe wiederum der 3c.

Den Abschluss machten zwei Schülerinnen und ein Schüler der 3d, die das Publikum mit ihrem Modern Dance zutiefst beeindruckten.

Nach dem offiziellen Akt genossen Schüler und Eltern den Sommerabend im eigens aufgebauten Gartencafé im Eingangsbereich, verpflegten sich mit Frühlingsrolle, Sandwiches und Hot Dogs und genossen einen Muffin oder ein pastellfarbiges Glacé. Gleichzeitig wurde in der Disco getanzt, im Sofakino den Film „Hang over“ geschaut oder im Chillout-Room der Abend genossen. Die Rosenkuriere flitzten im Schulhaus herum und übergaben die bestellten Rosen zusammen mit den süssen oder anerkennenden Botschaften in Kartenform. Spüren konnten es alle: Diese Schule lebt!  Sowohl die Eltern als auch die Lehrpersonen und am allerwichtigsten, die Schülerinen und Schüler fühlen sich wohl darin.