Seengen

70 Kinder und ein verlorener Sohn

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Erlebniswoche der Reformierten Kirchgemeinde Seengen

In der ersten Sommerferienwoche erlebten über 70 Kinder und ein Leiterteam von 15 ehrenamtlichen Erwachsenen in der traditionellen Erlebniswoche der Reformierten Kirchgemeinde Seengen glückliche Tage zum Gleichnis des verlorenen Sohnes.

Die Morgenfeier startete jeweils mit vielen Liedern und Gitarrebegleitung. Das Gleichnis von „Hans", dem verlorenen Sohn, der sein Glück in der weiten Welt suchen will und am Schluss doch wieder zu Hause bei seinem Vater steht, begleitete die Kinder durch die Woche. Ein Helfer, der die Rolle von „Hans" übernahm, liess die Kinder lebhaft teilnehmen an seiner Lebensgeschichte. So versuchten die Kinder schon am Montag ihren „Hans" in der Erlebniswoche zurück zu halten. „Hans" ging dennoch weg und meldete sich am nächsten Tag mit einem Paket bei den Kindern. Darin fanden sich Köstlichkeiten aus der weiten Welt und ein Abschiedsbrief mit der Mitteilung, dass „Hans" nun sein Glück gefunden habe. Nicht wenig erstaunt waren die Kinder, als sie auf dem Ausflug ins Murimoos ihren „Hans" zerlumpt und arm als Schweinehirten wieder erkannten. Erbarmen kam auf und die Kinder entschieden, „Hans" mit offenen Armen in der Erlebniswochengemeinschaft aufzunehmen. Einige Kinder teilten sogar spontan ihren mitgebrachten Zmittag am Feuer mit ihm. „Hans" durfte den letzten Erlebniswochentag dann beim Fest im Kirchgemeindehaus verbringen. Die Kinder spürten etwas von der befreienden Botschaft von Gottes Güte und immerwährenden Liebe.
Nach der Morgenfeier verteilten sich die Kinder in die verschiedenen Workshops mit einem gemeinsamen Ziel: die kreative Vertiefung des Gleichnisses für den bevorstehenden Gottesdienst am 9. August. Rund ums Kirchgemeindehaus wurden Kulissen gezimmert und gemalt. Andere Kinder machten Interviews und fotografierten für ein Tagebuch und eine Gruppe übte in der Kirche das Theater ein. Aus dem Musikraum klangen Nachtmusik, Schweinegrunzen und Liederrhythmen. Eine Kindergruppe töpferte für die Gottesdienstbesucher und eine andere gestaltete Tonfiguren für den Abendmahlstisch. Wenn am Mittag der Gong ertönte, stürmten die lachenden Kinder zum feinen Zmittag.
Am Nachmittag gab es ein abwechslungsreiches Programm. Am Montag lernten sich die Kinder durch Spiele besser kennen. Am Dienstag wurde ein römisches Mühlespiel mit Ton und Farbe kreiert. Am Mittwoch erlebten die Kinder die verschiedenen Lebensstationen von „Hans" auf einem Parcours - da fehlte auch der Blick vom Kirchturm Seengen in die weite Welt nicht. Den Höhepunkt der Woche bildete am Donnerstag der Ausflug in die Klosterkirche Muri und ins Murimoos. Am Freitag erlebten alle zusammen in der Kirche die erste Probe für den Gottesdienst mit Kulissen, Musik und Theater. Alles fügte sich gut zusammen und die Kinder wurden nach einem Festzvieri und vielen gesungenen Lagerschlagern wehmütig von den Leitern und Hilfsleitern verabschiedet. Die Kinder waren sich einig: Hier in der Gemeinschaft der Erlebniswoche ist wahres Glück zu finden. Dankbar war auch das ehrenamtliche Team unter der Pfarrerin beim Anblick der fröhlichen Kindergesichter: Alles ist gut gegangen und das grosse Engagement hat sich gelohnt.
Nun freuen sich alle auf den Erlebniswochengottesdienst am Sonntag, 9. August um 10 Uhr in der Kirche Seengen. Alle sind herzlich eingeladen das Gleichnis vom verlorenen Sohn mit Theater, prächtigen Kulissen und vielen Liedern zu sehen und zu erleben. (smb)

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