Oberentfelden

67. Landsgemeinde im Alterszentrum “Zopf“, Oberentfelden

megaphoneaus OberentfeldenOberentfelden

Rückblick und Ausblick

Die Landsgemeinde gibt es nicht nur im Appenzell, sondern auch im Alterszentrum "Zopf" in Oberentfelden.
Zweimal pro Jahr werden die Damen und Herren Pensionäre, Bewohner, Mieter, Stiftungsratsmitglieder, Mitarbeiter, freiwillige Helfer, Angehörige und Gäste zu diesem wichtigen Anlass eingeladen. Diesmal fand bereits die
67. Landsgemeinde statt. Bevor es jedoch richtig los ging, eröffneten die Musiker Heinz & Heinz mit fröhlichen Melodien den Abend. Der Präsident des Stiftungsrates, Max Haudenschild, begrüsste mit launigen Worten die Anwesenden. Er erklärte, dass bei dieser Landsgemeinde nicht abgestimmt werden kann. Hingegen werde offen informiert und über Anliegen der Pensionärinnen und Pensionäre diskutiert. Der Präsident erläuterte, dass das vergangene halbe Jahr erfolgreich verlaufen ist und eine erspriessliche Zusammenarbeit zwischen Stiftungsrat und Heimleitung besteht. Dank guter Organisation und vorsichtiger Planung der Finanzen gibt es keine Erhöhung der bisherigen Taxen.
Nach der Begrüssung ergriff Rolf Wiget als Verantwortlicher der Finanzen das Wort. Auch aus seiner Sicht sind zurzeit keine Erhöhungen notwendig. Dank guten Abschlüssen in den vergangenen Jahren und auch dank tiefer Zinsen konnten mehr Schulden zurück bezahlt werden, als geplant waren. Somit kann man getrost in die nähere Zukunft schauen. Dies wurde mit Applaus entgegen genommen.

Der Heimleiter, Evort Meyer, hielt Rückblick auf das vergangene Halbjahr. Im Gedenken an die Verstorbenen seit der letzten Landsgemeinde verlas der Heimleiter die Namen und bat um eine Schweigeminute.

Im Verlauf des Jahres sind verschiedene Projekte realisiert worden. Baulicherseits mussten verschiedene Sanierungen vorgenommen werden. So z.B. die Erneuerung des Belags auf der Nottreppe, die Zufahrt zu den Garageplätzen, das Garagentor, um nur die Wichtigsten zu nennen. In der Waschküche musste die grosse Waschmaschine notfallmässig ersetzt werden. Mit einem Schweizer Fabrikat von Schulthess wurde nun hoffentlich eine langfristige Lösung gefunden. In der Küche wurde eine Klimaanlage nachgerüstet, nachdem dies beim Umbau noch nicht realisiert werden konnte. Im Bereich der Pflege bildete der Ausbau der Pflegedokumentation einen Schwerpunkt. Für das Fachpersonal fanden Weiterbildungen statt. Geplant ist, auch die Pflegehelferinnen im nächsten Jahr entsprechend zu schulen. Für das ganze Haus wurde ein Sicherheits- und Evakuationskonzept erarbeitet und das Personal entsprechend instruiert.

Heimleiterin Marianna Barbüda berichtete von den vielen Veranstaltungen, wie Lotto-Match, Theater, Konzerte, usw., die das Leben der Bewohner im letzten Halbjahr bereichert haben. Sie konnten viele fröhliche Stunden geniessen. Für das Winter-Programm ist schon wieder einiges geplant, so dass sich alle darauf freuen können.

Unter dem Traktandum "Vorschläge, Anregungen, Kritik zum Heimbetrieb" konnten alle ihre Ideen einbringen. Nebst mündlichen Wortmeldungen befanden sich Im legendären Briefkasten noch zwei Briefe von Bewohnern. Es war interessant, worüber sich die Leute im Zopf Gedanken machen und auch mithelfen, gute Lösungen zu finden. Alle Anregungen fanden offene Ohren und wurden entweder sofort geklärt oder eine Abklärung in Aussicht gestellt. Zu diesem Abschnitt ist zu erläutern, dass die Heimleitung auch zwischen den halbjährlichen Landsgemeinden auf anstehende Probleme angesprochen werden kann. Aus der Tatsache, dass es nur wenige Themen zu diskutieren gab, kann festgestellt werden, dass sich die Bewohner im Alterszentrum "Zopf" angenommen und wohl fühlen.

Einen Höhepunkt der Landsgemeinde bilden jeweils die Ehrungen.
Die Damen Elsi Fritschi und Emma Wagner-Hochuli wohnen bereits 10 Jahre im "Zopf". Beide erhielten einen schönen Blumenstrauss.
Folgende Angestellte wurden geehrt:
Seit 5 Jahre arbeiten George Kallakathu (Leiter Pflegeabteilung 2), Doris Linder (Mahlzeitendienst), Jeanine Thürig (Nachtwache) und Suter Katharina (Pflege/Nachtwache) im Zopf-Team. Auch sie wurden beschenkt und ihr Engagement mit grossem Applaus verdankt.

Am Schluss gab es eine besondere Ehrung. Heinz Bugmann hat als Fachmann während 32 Jahren sein grosses Wissen und seine Einsatzkraft dem Stiftungsrat zur Verfügung gestellt. Er hat aber schon bei der Planung des Alterszentrums "Zopf" seine Ideen eingebracht und war ein Mann der ersten Stunde. Nun hat er sich für eine ruhigere Gangart entschieden und will die Freizeit mit seiner Frau geniessen. Dazu übergab ihm der Präsident ein Paket, in dem vermutlich ein edler Tropfen zu finden ist. Mit grossem Dank und Applaus wurde Heinz Bugmann verabschiedet.

Die Landsgemeinde fand in einer interessanten und harmonischen Atmosphäre statt, so dass sich alle auf den zweiten Teil des Abends freuen konnten. Die Anwesenden wurden mit einer Köstlichkeit aus der Küche und einem feinen Glas Wein oder Mineralwasser verwöhnt. Dabei unterhielt das Duo Heinz & Heinz aufs Beste. Sogar das Tanzbein wurde geschwungen! Es war ein wichtiger, aufschlussreicher und unterhaltsamer Abend. Den Organisatoren und dem ganzen Team gebührt ein grosser Dank! R. F.

Meistgesehen

Artboard 1